Ev. Kirche Läsikow
Highlights
- Ev. Kirche Läsikow besitzt drei mittelalterliche Glocken, darunter eine aus dem Jahr 1527.
- Seit 1936 gehört Läsikow zur Pfarrgemeinde Segeletz und wird gemeinsam mit Nackel verwaltet.
- Die Ausstellung ‚Lebendige Steine‘ nutzt partizipative Methoden, um Kirchensteine mit historischen Stimmen zu verbinden.
Tipps
- Das barocke Kruzifix, durch eine Neufassung erhalten, zeigt künstlerische Details aus der Zeit des Rokoko und lädt zum genaueren Betrachten ein.
- Die Ausstellung *Lebendige Steine* verbindet archäologische Funde mit persönlichen Erzählungen und richtet sich durch interaktive Elemente an Besucher aller Altersgruppen.
Eigenschaften
Ev. Kirche Läsikow – Kulturausflug Wusterhausen/Dosse-Nackel
Die Evangelische Kirche Läsikow im brandenburgischen Wusterhausen/Dosse-Nackel ist ein historisch bedeutsames Sakralbauwerk, das mit seiner Architektur und kulturellen Vielfalt Besucher aller Generationen anspricht. Der Ort, der seit 1936 verwaltungstechnisch mit Segeletz verbunden ist, vereint mittelalterliche Tradition mit modernen Ausstellungsformaten und bietet so eine einzigartige Verbindung von Geschichte und lebendigem Glauben.
Ein besonderes Juwel des Kirchengebäudes sind die drei mittelalterlichen Glocken, von denen eine auf das Jahr 1527 datiert. Sie klingen noch heute über dem Dorf und erinnern an die lange Geschichte der Gemeinde. Im Inneren beeindruckt ein barockes Kruzifix, das in neuerer Zeit neu gefasst wurde und so seine künstlerische Wirkung bis heute bewahrt. Die Kirche dient nicht nur als Gotteshaus, sondern auch als Ort der Begegnung und des kulturellen Austauschs – etwa durch gemeinsame musikalische Aktivitäten mit internationalen Teilnehmern, wie sie in Botswana stattfanden.
Ein Highlight der Kirche ist die Ausstellung *„Lebendige Steine“*, die im Rahmen des Programms *„langut-kulturgut“* des Kulturbüros der Evangelischen Kirche Deutschland entstand. Gefördert durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, verbindet diese Präsentation auf innovative Weise Geschichte und Gegenwart. Durch partizipative Elemente und mehrsinliche Ansätze werden die „Steine“ der Kirche quasi zum Sprechen gebracht – etwa durch persönliche Erzählungen von Gläubigen, die als *„Jacobi“* in der Ausstellung zu Wort kommen. So entsteht eine berührende Verbindung zwischen Vergangenheit und den Besuchern.
Besonders Interessierte finden in einem ausführlichen Ausstellungsbuch vertiefende Informationen, das in der Kirche zum Studium bereitliegt. Die Ausstellung richtet sich bewusst an alle Altersgruppen und überrascht mit ungewöhnlichen Perspektiven, die den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Ob als kulturelle Entdeckung oder spiritueller Rückzugsort – die Evangelische Kirche Läsikow ist ein Ort, der durch ihre Geschichte, ihre Offenheit und ihre kreativen Konzepte besticht.
Die Kirche steht dabei nicht isoliert, sondern ist Teil eines lebendigen Gemeindegefüges, das sich auch über die Grenzen von Nackel hinaus erstreckt. Durch ihre Ausstellungen und Veranstaltungen wird sie zu einem Ort der Begegnung, der nicht nur die lokale Tradition bewahrt, sondern sie auch für neue Generationen und Gäste erfahrbar macht. Wer sich für sakrale Baukunst, regionale Geschichte oder moderne Ausstellungsformate begeistert, findet hier eine bereichernde Mischung aus Tradition und Innovation.