Römersiedlung Schuttern
Tipps
- Die Römersiedlung ist rund um die Uhr frei zugänglich, keine Eintrittskosten.
- Informativ gestaltete Schautafeln erklären die archäologischen Funde und Gebäudegrundrisse.
- Hunde sind willkommen, ein Spaziergang mit anschließender Besichtigung dauert etwa 10 Minuten.
Eigenschaften
Über Römersiedlung Schuttern
Die Römersiedlung Schuttern liegt im baden-württembergischen Haslach im Kinzigtal und zählt zum Ortenaukreis. Sie ist ein geschütztes Bodendenkmal und wurde aus archäologischen Funden heraus entwickelt, die auf eine römische Straßenstation entlang der wichtigen Verbindung zwischen Basel und Mainz hinweisen. Die Anlage stammt aus dem 1. Jahrhundert nach Christus und bot einst Reisenden eine Rastmöglichkeit mit Versorgungseinrichtungen. Heute zeigt die Stätte in Form eines Freilichtmuseums die Grundrisse mehrerer Gebäude, darunter Wohnhäuser, einen Brunnen sowie eine Feuerstelle, die den Alltag der römischen Station anschaulich machen.
Ein besonderes Highlight der Siedlung ist der rekonstruierte kleine Tempel, in dem eine Statue der Göttin Diana ausgestellt ist. Diana galt als Schutzgottheit der Frauen und Sklaven und spielte eine bedeutende Rolle im religiösen Leben der Bewohner. Neben der archäologischen Ausgrabung wurden auch Alltagsgegenstände wie Keramikscherben, Werkzeuge und ein Silberdenar gefunden, die Einblicke in die damalige Lebensweise ermöglichen. Die Strukturen der Gebäude sind teilweise durch Holzbalken markiert, die die ursprünglichen Umrisse verdeutlichen und so ein räumliches Verständnis der Anlage fördern.
Die Römersiedlung ist barrierearm angelegt und kann in kurzer Zeit erkundet werden. Die gut gestalteten Infotafeln vor Ort liefern verständliche Hintergrundinformationen zu den Funden und zur historischen Bedeutung der Stätte. Die Anlage ist von landwirtschaftlich genutzten Flächen umgeben, was zu einer idyllischen Atmosphäre beiträgt. Spaziergänge mit dem Hund sind ebenso möglich wie Fahrradausflüge durch die nahegelegenen Felder. Die Stätte ist das ganze Jahr über zugänglich, der Eintritt ist frei.
Die Entdeckung der Siedlung geht auf das Jahr 1970 zurück, als römische Ziegel auf einer umgepflügten Wiese entdeckt wurden. In den folgenden Jahren führten archäologische Grabungen zur Freilegung der erhaltenen Strukturen. Die Gemeinde Friesenheim hat die Fundstelle seither zu einem Freilichtmuseum ausgebaut, das sowohl historisch interessierte Besucher als auch Familien mit Kindern anspricht. Die klare Struktur der Anlage und die informativen Elemente vor Ort machen die Römersiedlung zu einem lohnvollen kulturellen Ausflugsziel im Kinzigtal.