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Die Fraumünsterkirche
Highlights
- Die Fraumünsterkirche in Fritzlar wurde erstmals 1260 urkundlich erwähnt und steht östlich der Altstadt.
- Das gotische Kirchengebäude enthält romanische Mauerreste und hochgotische Fresken aus dem 13. Jahrhundert.
- Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche ab 1675 wiederhergestellt und erhielt einen Fachwerkaufbau.
Tipps
- Die Kirche liegt außerhalb der Altstadt, gut zu erreichen zu Fuß oder mit dem Rad.
- Ein Teil des romanischen Mauerwerks ist in der Südmauer erhalten, inklusive eines vermauerten Portals.
- Gästetoiletten sind vorhanden, was Besuchen den Aufenthalt erleichtert.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Sakral: Die Fraumünsterkirche in Fritzlar
Die Fraumünsterkirche in Fritzlar ist eine evangelische Sakralbauung mit einer über 750-jährigen Geschichte. Erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1260, stand sie unter dem Patronat der Grafen von Ziegenhain, ehe sie später an das Petersstift Fritzlar überging. Ursprünglich könnte sie Teil eines kurzlebigen Nonnenklosters gewesen sein, was sich jedoch heute nur schwer belegen lässt. Im Laufe der Jahrhunderte spielte die Kirche eine wichtige Rolle im Zusammenleben der Region und war sowohl Schauplatz historischer Ereignisse als auch Pfarrkirche evangelischer Gemeinden.
Architektonisch vereint die Kirche verschiedene Baustile: Das rechteckige Kirchenschiff zeigt in der Südmauer weitgehend erhaltene romanische Mauerreste mit Rundbogenfenstern und einem vermauerten Portal. Der quadratische Chor wurde im 13. Jahrhundert erweitert und beherbergt hochgotische Fresken aus dem gleichen Zeitraum, darunter Darstellungen der Anbetung der drei Könige, der Kreuzigung Christi und Christus als Weltenrichter. Im Chor befinden sich zudem eine Sakramentsnische und ein Taufstein aus dem 14. Jahrhundert. Nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche im 17. Jahrhundert wiederhergestellt und erhielt einen Fachwerkausbau sowie einen sechsseitigen Dachreiter mit Zopfdach.
Die heutige Gestalt der Kirche ist das Ergebnis mehrerer Umbauten und Restaurierungen, darunter eine umfassende Sanierung zwischen 1991 und 1996. Im Inneren beeindruckt der von Jacob Hein geschaffene Orgelprospekt aus der Spätrenaissance, der 1830 aus der Minoritenkirche in Fritzlar hierher verlegt wurde. Die aktuelle Orgel stammt aus den Jahren 1962/63. An der Westwand erinnert eine Grabplatte an Ritter Philipp von Wildungen, der im 16. Jahrhundert verstarb. Im Dachreiter hängt eine kleine Glocke, die bei Gottesdiensten per Handseil geläutet wird. Besonders sehenswert ist auch der historische Kirchhof mit seiner hohen Ummauerung aus dem Jahr 1731, auf dem sich unter anderem ein Vogtstein befindet, der auf die ehemalige Gerichtsbarkeit des Freibauerngerichts hinweist.
Die Fraumünsterkirche liegt etwas außerhalb der Fritzlarer Altstadt und ist von einer barocken Mauer umgeben. Aufgrund ihrer Lage an der Grenze zwischen kurmainzischem und hessischem Gebiet war sie immer wieder Schauplatz von Streitigkeiten. Dennoch blieb sie über die Jahrhunderte hinweg eine evangelische Pfarrkirche, zunächst für Obermöllrich und später auch für die evangelischen Bürger von Fritzlar, bis zur Säkularisation des Franziskanerklosters. Heute ist sie vor allem als Friedhofskirche und kulturhistorischer Ort von Bedeutung, der Besucher mit seiner besonderen Atmosphäre und architektonischen Details begeistert.
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Häufige Fragen zu Die Fraumünsterkirche
Wann wurde die Fraumünsterkirche in Fritzlar erstmals erwähnt?
Quelle: wikipedia
Welche architektonischen Besonderheiten hat die Fraumünsterkirche?
Quelle: wikipedia
Wo befindet sich die Fraumünsterkirche und lohnt sich ein Besuch?
Quelle: website
Welche historischen Ereignisse prägten die Fraumünsterkirche?
Quelle: wikipedia