Kirche/Kloster

Evang.-Luth. Gemeindehaus St. Paul

Dr.-Martin-Luther-Platz 1, 90763 Fürth

Highlights

  • Evang.-Luth. Gemeindehaus St. Paul in Fürth beherbergt die größte Orgel im Dekanat Fürth – 1963/64 neu erbaut durch die Firma E. aus Ludwigsburg.
  • Die Paulskirche entstand 1900 im historistischen Stil mit gotischen Vorbildern; 1943 schwer beschädigt, 1948 originalgetreu wiederhergestellt und 1969 modernisiert.

Tipps

  • Ein 360-Grad-Rundgang durch die Kirche ermöglicht eine virtuelle Besichtigung der historischen Architektur und Innenausstattung.
  • Die Paulskirche verfügt über eine der größten Orgeln im Dekanat Fürth, die 1972 durch eine renommierte Orgelbaufirma ergänzt wurde.
  • Nach den Luftangriffen von 1943 wurden die Schäden an der Bausubstanz bis 1948 behoben und das Gotteshaus wiederhergestellt.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Evang.-Luth. Gemeindehaus St. Paul Fürth: Sakraler Ausflug

Das Evang.-Luth. Gemeindehaus St. Paul in Fürth ist ein prägendes Zeugnis der lokalen Kirchen- und Kulturgeschichte. Ursprünglich als eigenständige Kirche erbaut, stand sie einst auf freiem Feld – ein Zeichen für die Ausdehnung der Stadt im frühen 20. Jahrhundert. Die Paulskirche entstand im historistischen Stil, inspiriert von gotischen Vorbildern, und wurde 1925 mit 14.435 Einwohnern Fürths eingeweiht. Trotz ihrer architektonischen Besonderheiten überstand sie die Kriegsjahre schwer beschädigt: Luftangriffe 1943 hinterließen Brandspuren, doch bereits 1948 wurde das Gotteshaus wiederhergestellt und in einen guten Zustand versetzt.

Das Innere der Kirche durchlief im Laufe der Jahrzehnte bedeutende Veränderungen. Besonders die Renovierung 1969 prägte ihr heutiges Erscheinungsbild: Die neugotische Innenausstattung wurde entfernt und dem zeitgenössischen Geschmack angepasst. Dennoch bewahrt die Paulskirche mit ihrer Bausubstanz und den historischen Elementen Spuren vergangener Epochen. Ein besonderes Highlight ist ein 360°-Rundgang, der virtuell durch die Räume führt und Einblicke in Architektur und Atmosphäre ermöglicht.

Ein zentraler Anziehungspunkt für Musikliebhaber ist die Orgel der Paulskirche. Ursprünglich 1900 von der Nürnberger Firma Strebel eingebaut, existiert heute nur noch ein Rest des Originalinstruments. 1963/64 folgte ein Neubau durch die Firma E. aus Ludwigsburg, der 1972 durch die Initiative des orgelbegeisterten Kirchenvorstehers Klaus Peter Schriegel und des Unternehmers Walter Teufel ergänzt wurde. Mit diesem Instrument beherbergt die Paulskirche die größte Orgel im Dekanat Fürth – ein Meisterwerk, das bei Gottesdiensten und Konzerten zu hören ist.

Neben der musikalischen Tradition bietet die Gemeinde zahlreiche Aktivitäten für alle Altersgruppen. Turmführungen gewähren Einblicke in die Baugeschichte, während Spieletische und Kinderschminken besonders Familien ansprechen. Ein Posaunenchor und Mitsingaktionen laden zur aktiven Teilnahme ein, und der gemütliche Austausch im Gemeindehaus schafft ein Gefühl von Nachbarschaft. Die Paulskirche ist damit nicht nur ein sakraler Ort, sondern ein lebendiger Treffpunkt für Kultur, Gemeinschaft und spirituelle Begegnung.

Die vier historischen Glocken, ursprünglich von Apolda gegossen, wurden als Stiftung des Ehepaars von Ulrich (oder nach anderer Quelle Fröhlich) gestiftet. Diese Glocken prägen bis heute das akustische Bild der Paulskirche und verbinden Vergangenheit mit Gegenwart – ein Symbol für die Kontinuität des Ortes in der Fürther Kirchengeschichte.

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