Denkmal/Gedenkstätte

Persiluhr

Cadolzburger Str., 90766 Fürth

Highlights

  • Die Persiluhr war eine markante Werbeuhr am Knotenpunkt Würzburger Straße/Cadolzburger Straße, bekannt für ihren Jugendstil-Entwurf (1928).
  • Nach 20 Jahren am Schwabacher Straße/Ecke Maxstraße (nahe Woolworth) wurde sie 2008 im Zuge der Fußgängerzone-Sanierung abgerissen.

Tipps

  • Die Persiluhr befindet sich an der Kreuzung Würzburger Straße und Cadolzburger Straße und markiert einen historischen Verkehrsknotenpunkt im Westen der Stadt.
  • Der Bereich um die Uhr bietet heute ein Café mit Fahrradzubehör und regionalen Snacks, das sich an Besucher und Anwohner richtet.
  • Die Umgebung wurde durch die Umgestaltung der Straßenführung in den 2000er-Jahren neu strukturiert, wobei die historische Bebauung teilweise erhalten blieb.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Persiluhr – Kulturdenkmal in Fürth

Die Persiluhr in Fürth zählt zu den markantesten und historisch bedeutendsten Werbeuhren der Stadt und prägte jahrzehntelang das Stadtbild am westlichen Rand des Zentrums. Ursprünglich als Teil eines Verkehrs- und Handelsknotens konzipiert, entstand sie in den 1920er-Jahren an der Kreuzung der Würzburger Straße und der heutigen Cadolzburger Straße – einem Ort, der damals zum wichtigsten Umsteigepunkt der Straßenbahn im Westen Fürths wurde. Die Uhr diente nicht nur der Zeitanzeige, sondern war auch ein Symbol für den wirtschaftlichen Aufschwung und die moderne Infrastruktur der Stadt. Trotz ihrer Bedeutung wurde sie jedoch nie im typischen Jugendstil umgesetzt, wie ursprünglich geplant, was sie zu einem ungewöhnlichen, aber faszinierenden Beispiel fürstischer Architektur wird.

Ihr Standort war lange Zeit an der Schwabacher Straße, Ecke Maxstraße, wo sie bis zur umfassenden Sanierung der Fußgängerzone im Jahr 2008 stand. Die Persiluhr war dabei eng mit dem nahegelegenen Woolworth-Gebäude verbunden, einem der bekanntesten Kaufhäuser der Region. Die Uhr selbst war ein zentrales Element des Areals, das durch den Umbau der Straßenführung und die Schaffung der U-Bahn-Haltestelle Klinikum sowie später der Endstation Hardhöhe eine vollständige Transformation erfuhr. Die ursprüngliche Hauptstraße verlief dabei noch nördlich der heutigen Zoll-Station, bevor sie im Zuge der Modernisierung neu gestaltet wurde.

Obwohl die Persiluhr nicht mehr an ihrem ursprünglichen Platz steht, bleibt sie ein bedeutendes Stück Fürther Stadtgeschichte. Ihr Erbe lebt weiter in der Umgebung, insbesondere durch das 2021 eröffnete Radesel-Café, das im ehemaligen Gebäude der Billinganlage 12–16 untergebracht ist. Das Café verbindet moderne Kultur mit regionalem Flair und lädt Besucher ein, die Geschichte des Viertels zu erkunden – etwa durch das alljährliche Billinganlagenfest, das seit den 2000er-Jahren stattfindet. Die Persiluhr selbst, obwohl nicht mehr erhalten, bleibt ein fester Bestandteil des kollektiven Gedächtnisses und ein Beispiel für Fürths dynamische Entwicklung vom frühen 20. Jahrhundert bis heute.

Die Persiluhr war zudem Teil eines größeren Ensembles, das ursprünglich auch einen Brunnen umfasste, der seit 1903 an der gleichen Stelle stand. Dieser Brunnen wurde später neu gestaltet und bleibt bis heute ein Teil des öffentlichen Raums. Die Kombination aus Verkehrsgeschichte, Architektur und urbanem Leben macht die Persiluhr zu einem einzigartigen Zeugnis fürstischer Kultur – auch wenn sie heute nur noch als Erinnerung an einen Ort prägt, der sich stetig weiterentwickelt.

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