Galerie

SB - Space Between

Steinbühler Tunnel 1, 90439 Nürnberg

Highlights

  • Das SB – Space Between in Nürnberg nutzt den unfertigen Bau als Leinwand für künstlerische Experimente und zeigt dessen zukünftige Nutzungsmöglichkeiten.
  • Ausstellungen verbinden Simulation (Rastizadeh/Pennavaria), Stadtplanung (Lanzinger/Gierl) und digitale Selbstdarstellung (Galli/Harter) mit interaktiven QR-Inhalten.
  • Der Rohbau ist während der gesamten Laufzeit von außen sichtbar und bietet Einblicke in temporäre Kunstprojekte im urbanen Raum.

Tipps

  • Die Außenansicht des Raumes ermöglicht eine kontinuierliche Beobachtung der laufenden künstlerischen Projekte ohne direkten Zutritt.
  • QR-Codes an den Fenstern bieten Zugang zu vertiefenden Inhalten wie Audio-, Video- oder Bildmaterial zu den ausgestellten Werken.
  • Im ersten Bereich wird ein Dialog zwischen physischer Präsenz und digitaler Simulation durch die Arbeiten von Shila Rastizadeh und Alessia Pennavaria aufgezeigt.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Space Between Nürnberg – Kulturgalerie

Das SB – Space Between in Nürnberg ist ein innovatives Kunstzentrum, das sich als experimenteller Raum für zeitgenössische Projekte und künstlerische Forschung etabliert hat. Im Herzen der Stadt wird hier ein noch im Entstehungsprozess befindlicher, roher Bau erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – nicht nur als architektonische Skizze, sondern als lebendige Plattform für kreative Auseinandersetzungen. Die Ausstellung ist während ihrer gesamten Laufzeit von außen einsehbar und lädt Besucher:innen ein, die Transformation des Raumes mitzugestalten.

Ein zentrales Element der Präsentation sind interaktive QR-Codes an den Fenstern, die über digitale Inhalte wie Videos, Fotos oder Soundbeiträge zusätzliche Perspektiven auf die ausgestellten Werke eröffnen. So wird der physische Raum mit virtuellen Schichten verknüpft und die Grenzen zwischen realer und digitaler Wahrnehmung verschwimmen. Besonders spannend ist die Vielfalt der Themen: Während Shila Rastizadeh und Alessia Pennavaria im ersten Block ein faszinierendes Spiel zwischen Simulation und Realität schaffen, widmen sich Joseph Lanzinger und Dominik Gierl im zweiten Teil stadtplanerischen Fragestellungen und den komplexen Dynamiken des Immobilienmarktes.

Der dritte Ausstellungsbereich von Leon Galli und Yannick Harter lenkt den Blick auf technisierte Prozesse und die Mechanismen moderner Selbstdarstellung. Die Ausstellung verbindet damit aktuelle gesellschaftliche Debatten mit der konkreten Erfahrung des Raumes – ein Ort, der selbst zum künstlerischen Statement wird. Das SB – Space Between positioniert sich damit als vielschichtiger Knotenpunkt, der über reine Ausstellungen hinausgeht: Konzerte, Clubnächte und das jährliche IIH-Festival runden das Programm ab und machen den Raum zu einem pulsierenden Zentrum für kreative Impulse in Nürnberg.

Besonders bemerkenswert ist die offene, partizipative Haltung des Projekts: Durch die öffentliche Zugänglichkeit und die Verbindung von analoger und digitaler Kunst wird der Space Between zum Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen – und gleichzeitig zu einem Labor, in dem neue Nutzungsformen erprobt werden. Wer sich für zeitgenössische Kunst, Architektur oder urbane Transformationen interessiert, findet hier eine inspirierende Mischung aus Experiment und Reflexion, die über das Übliche hinausgeht.

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