Kirche/Kloster

Wallfahrtskirche Kleinheiligkreuz

Kleinheiligkreuz 3, 36137 Großenlüder

Highlights

  • Die Wallfahrtskapelle Kleinheiligkreuz liegt im Tal der Kalten Lüder im Naturraum Gieseler Forst.
  • Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Kapelle 1348 durch Benediktinermönch Hermann von Hammelburg.
  • Die Kirche wurde zu Ehren der Hl. Gottesmutter und des Hl. Kreuzes geweiht und ist Teil der Bonifatius-Route.

Tipps

  • Die Wallfahrtskirche Kleinheiligkreuz liegt abseits in ruhiger Waldlandschaft, ideal für eine besinnliche Besinnung.
  • Neben der Kirche befindet sich ein Biergarten mit guter, bürgerlicher Küche und netter Bedienung.
  • Zur Weihnachtszeit ist eine kleine Krippe in der Kapelle zu sehen.

Eigenschaften

Outdoor Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Wallfahrtskirche Kleinheiligkreuz

Die Wallfahrtskirche Kleinheiligkreuz befindet sich im hessischen Großenlüder im Landkreis Fulda und zählt zu den bedeutenden sakralen Kulturdenkmälern der Region. Die Kapelle liegt abseits des Ortskerns, eingebettet in ein ruhiges Tal des Gieseler Forstes, unweit der ehemaligen Wüstung Guntherskirche. Sie wird über eine Gemeindestraße erreichbar und gehört zur Pfarrei St. Johannes der Täufer Kleinlüder. Die Bezeichnung „Kleinheiligkreuz“ leitet sich von einer in der Kirche aufbewahrten Kreuzpartikel des Heiligen Kreuzes ab. Die unmittelbare Nähe zur Bonifatius-Route unterstreicht die historische Bedeutung des Ortes im Kontext mittelalterlicher Pilgerwege.

Die Geschichte der Wallfahrtskirche reicht ins frühe Mittelalter zurück. Bereits im 8. Jahrhundert verlief an dieser Stelle einer der wichtigen Handelswege, und hier hielt auch der Leichenzug des Heiligen Bonifatius auf dem Weg von Mainz nach Fulda letzte Rast. Die erste urkundliche Erwähnung der Kapelle erfolgte im Zusammenhang mit ihrem Neubau durch einen Benediktinermönch aus dem Kloster Johannesberg. Geweiht wurde sie ursprünglich zu Ehren der heiligsten Gottesmutter Maria sowie mehrerer anderer Heiliger. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach umgebaut und erweitert, unter anderem erhielt sie im 16. Jahrhundert einen neuen Altar. Mehrere Ablassurkunden, unter anderem auf Veranlassung des Propstes von Johannesberg, zeugen von der andauernden Bedeutung der Wallfahrt.

Während der Reformationszeit und des Dreißigjährigen Krieges verlor die Kapelle zeitweise an Bedeutung, doch ab der Mitte des 17. Jahrhunderts nahmen Wallfahrten wieder zu. Ein besonderes Zeichen der Erinnerung an Bonifatius ist die sogenannte Bonifatiusbuche, die um das Jahr 1670 am vermuteten Rastplatz des Heiligen gepflanzt wurde. Der nahegelegene Hof Kleinheiligkreuz, erstmals im Jahr 1682 erwähnt, verdeutlicht die Entwicklung einer Siedlung im Umfeld der Kirche. Die Wallfahrtskirche wird heute von der Katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz im Fuldaer Land betreut und bleibt ein Ort der Andacht und Besinnung.

Die unmittelbare Umgebung der Kirche ist von Wald geprägt und lädt zu ruhigen Spaziergängen ein. Direkt nebenan befindet sich ein Jagdhof mit Gaststätte, der mit seiner Terrasse und dem Biergarten ein beliebtes Ausflugsziel darstellt. Gäste loben die ruhige Atmosphäre, die gute Küche sowie die freundliche Bedienung. Die Zimmer des Hotels bieten eine preiswerte und behagliche Unterkunftsmöglichkeit. Die Wallfahrtskirche vereint somit sakrale Architektur, historische Kontinuität und landschaftliche Ruhe in einem abgelegenen, dennoch gut erreichbaren Teil des Fuldaer Landes.

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