Kirche/Kloster

Kirche Wittenborn

Bergstraße 5a, 17099 Galenbeck

Highlights

  • Die Kirche Wittenborn ist ein mittelalterlicher Feldsteinquaderbau aus dem 15. Jahrhundert.
  • 1765 erhielt sie einen barocken Fachwerkturm und ein Mansardendach.
  • Heute zählt Wittenborn zur Vereinigten Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Marien Friedland.

Tipps

  • Die Kirche Wittenborn ist ein mittelalterlicher Feldsteinbau aus dem 15. Jahrhundert und heute nicht für Gottesdienste nutzbar.
  • Besucher finden die Kirche in traurigem Zustand, dennoch sehenswert für die barocke Ausstattung und historische Details.
  • Parken ist in der Nähe der Kirche möglich, da es keine spezielle Parkfläche gibt, sollte man sich auf Straßenrand abschätzen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Kirche Wittenborn

Die Kirche Wittenborn befindet sich im Ort Galenbeck im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern und ist eine evangelische Sakralstätte mit einer baugeschichtlichen Tradition aus dem 15. Jahrhundert. Ursprünglich als turmloser Feldsteinquaderbau errichtet, zeigt das Äußere des Gotteshauses deutliche Spuren späterer Umbauten, insbesondere einer umfangreichen Instandsetzung im 18. Jahrhundert, bei der die Außenwände verputzt und ein Mansardendach aufgesetzt wurden. Hinzu kam ein barocker Fachwerkturm mit einem achtseitigen Dachaufsatz, der die Westseite des schlichten Kirchenkörpers optisch bestimmt. An der Ostseite ist noch das ursprüngliche Dreifaltigkeitsfenster sichtbar, das an die gotische Bauzeit erinnert.

Das Innere der Kirche wurde gleichfalls im Zuge der Restaurierung des 18. Jahrhunderts umgestaltet. Die Saalkirche mit einer bemalten Bretterdecke, deren quadratische Felder jeweils ein Sternchen zieren, verfügt heute über keine spürbaren Reste einer ehemaligen Gewölbeanlage. Zentrales Element des Innenraums ist der Kanzelaltar von 1714, der mit barocken Rankenmotiven verziert ist und bereits Anklänge an den Rokokostil zeigt. Über beidseitige Treppen ist der Altar mit den Chorstühlen links und rechts verbunden. Die Kirche wird derzeit nicht für Gottesdienste oder Gemeindeveranstaltungen genutzt und befindet sich in einem desolaten Zustand.

Die Geschichte des Ortes Wittenborn reicht bis ins Mittelalter zurück. Erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1337, wurde der Ort im Laufe der Jahrhunderte kirchenrechtlich verschiedenen Pfarreien zugeordnet – zeitweise zu Brohm, später zu Kotelow und seit 1904 zu Gehren. Im 18. Jahrhundert führten Auseinandersetzungen um die Patronatsrechte zu einem jahrzehntelangen Rechtsstreit. Heute gehört Wittenborn zur Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde St. Marien Friedland, die mehrere Kirchen im regionalen Verbund betreut. Die Kirche in Wittenborn ist Teil dieses umfangreichen kirchlichen Netzwerks, zu dem insgesamt 19 Kirchen und zwei Kirchruinen zählen.

Die Kirche Wittenborn steht als Zeugnis mittelalterlicher Baukunst und späterer barocker Einflüsse in der Region Galenbeck. Trotz ihres derzeitigen Nutzungsausfalls bleibt sie ein kulturhistorisch bedeutsames Objekt in der Gemeinde. Die Sakralbauten der Umgebung, darunter Kirchen in Friedland, Schwanbeck, Eichhorst und Schwichtenberg, bilden zusammen ein vielschichtiges religiöses Erbe, das bis heute von der gemeinsamen Kirchengemeinde gepflegt wird. Die Kirche Wittenborn selbst ist ein stilles, aber eindrucksvolles Beispiel für die Entwicklung ländlicher Kirchenbaukunst in Mecklenburg-Vorpommern.

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