Kirche/Kloster

St. Maternus

52538 Gangelt

Highlights

  • Die katholische Pfarrkirche St. Maternus in Gangelt-Breberen ist ein denkmalgeschütztes Gebäude mit Spuren frühchristlicher Bauwerke.
  • Der heutige Hallenbau entstand von 1827 bis 1890, wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und später teilweise rekonstruiert.
  • Bemerkenswert ist die maasländische Holz-Triumphkreuzgruppe um 1520, zugeschrieben der Werkstatt des Meisters von Elsloo.

Tipps

  • Besucher finden die denkmalgeschützte Pfarrkirche St. Maternus in Breberen, einem Ortsteil von Gangelt im Kreis Heinsberg.
  • Die Kirche verfügt über eine maasländische Triumphkreuzgruppe aus Holz um 1520, zugeschrieben der Werkstatt des Meisters von Elsloo.
  • Vier Glocken der Firma Feldmann und Marschel aus dem Jahr 1956 schmücken den Glockenturm der Kirche.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Maternus

Die katholische Pfarrkirche St. Maternus befindet sich in Breberen, einem Ortsteil der Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Das denkmalgeschützte Kirchengebäude ist ein bedeutendes sakralkulturelles Zeugnis der Region und zählt zu den historischen Baudenkmälern des Bundeslandes. Die Kirche steht in der Tradition einer langen christlichen Besiedlung, wie archäologische Untersuchungen ergaben.

Bei einer Ausgrabung im Jahr 1950 konnten Vorgängerbauten der heutigen Kirche nachgewiesen werden. Dazu zählen eine dreischiffige Holzkirche aus dem frühen Mittelalter, die auf einem frühchristlichen Gräberfeld errichtet wurde, sowie ein Saalbau aus dem späten 9. Jahrhundert mit späteren gotischen Erweiterungen. Der heutige Hallenbau mit einer dreiseitig geschlossenen Chorapsis entstand über einen langen Bauprozess zwischen 1827 und 1890. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Gebäude schwere Kriegszerstörungen. Die westliche Einturmfassade wurde 1954 neu errichtet, im gleichen Jahr erhielt das Innere eine Flachdecke.

Ein künstlerisches Highlight der Kirche ist die maasländische Triumphkreuzgruppe aus Holz, die auf das Jahr um 1520 datiert wird. Die Werkstatt des sogenannten Meisters von Elsloo wird als mögliche Urheberin angesehen. Die zugehörigen Assistenzfiguren sind deutlich kleiner gehalten als die zentrale Kruzifixus-Figur und verdeutlichen den stilistischen Eigenarten der spätmittelalterlichen Bildhauerei in der Region.

Die Kirche verfügt über vier Glocken, die alle im Jahr 1956 von der Glockengießerei Feldmann und Marschel gegossen wurden. Die Tonlage reicht von d′ bis h′ und unterstreicht die musikalische Funktion der Glocken im kirchlichen und Gemeindeleben. Die Glocken tragen somit zur akustischen wie kulturellen Präsenz des Kirchengebäudes bei.

Die Pfarrkirche St. Maternus ist in das Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler aufgenommen und wird in der einschlägigen Literatur zur Kulturgeschichte Nordrhein-Westfalens erwähnt. Sie repräsentiert sowohl archäologische als auch baugeschichtliche Schichten unterschiedlicher Epochen und bleibt ein Ort der sakralen wie kulturellen Aufmerksamkeit in der Gemeinde Gangelt.

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