Archäologische Stätte

Urdolmen von Twietfort

Fortweg 7, 19395 Ganzlin

Highlights

  • Das Urdolmen von Twietfort ist ein gut erhaltenes Jungsteinzeit-Dolmen der Trichterbecherkultur.
  • Es liegt im Süden von Mecklenburg, nahe Ganzlin, und wurde zwischen 3500 und 2800 v. Chr. errichtet.
  • Die Kammer misst 1,6 × 0,8 Meter, der Deckstein ist 1,60 × 1,40 Meter groß.

Tipps

  • Das Urdolmen von Twietfort liegt südlich des Forsthauses Ganzlin und ist zu Fuß erreichbar.
  • Das gut erhaltene Jungsteinzeit-Dolmen bietet Einblicke in die Trichterbecherkultur (3500–2800 v. Chr.).
  • In der Nähe befindet sich ein zweites Großsteingrab (Twietfort 2) zur weiteren Besichtigung.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Archäologische Urdolmen von Twietfort in Ganzlin entdecken

Der Urdolmen von Twietfort ist eine der bedeutendsten archäologischen Sehenswürdigkeiten im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern und liegt im Ort Ganzlin im Kreis Ludwigslust-Parchim. Nur wenige hundert Meter südlich des Forsthauses Twietfort eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft, bietet dieses gut erhaltene Großsteingrab einen faszinierenden Einblick in die Kultur der Jungsteinzeit. Es entstand im zeitlichen Rahmen der Trichterbecherkultur, einer der einflussreichsten Kulturen der neolithischen Zeit in Mitteleuropa, und zählt somit zu den ältesten Bauwerken der Region.

Das Urdolmen ist ein sogenanntes allseits geschlossenes, eingetieftes Megalithgrab mit einer kleinen Nord-Süd orientierten Kammer. Die innere Kammer misst etwa 1,6 × 0,8 Meter und wird von sorgfältig aufeinander abgestimmten Tragsteinen gebildet. Während die Westseite aus einem einzelnen Stein besteht, stützen die östliche und südliche Seite jeweils mehrere Steine ab, wobei im Süden zwei übereinanderliegende Steine den Eingang verschließen. Im Norden fehlt der sogenannte Schlussstein, was eine vollständige Rekonstruktion der ursprünglichen Bauform und Funktion erschwert. Auch die Frage, ob es sich bei der Struktur um eine sogenannte Blockkiste handelt, bleibt ungeklärt.

Ein markantes Merkmal des Urdolmens ist der auf dem Grab ruhende Deckstein, der eine Fläche von etwa 1,60 × 1,40 Metern abdeckt. Archäologische Untersuchungen brachten eine Reihe bronzezeitlicher Keramikgefäße ans Licht, die auf eine spätere Nutzung des Ortes durch Nachbestattungen hinweisen. Diese Funde verdeutlichen, dass das Grab über Jahrtausende hinweg eine gewisse kulturelle Bedeutung behielt, auch wenn seine ursprüngliche Funktion als Totenstätte der Jungsteinzeit vermutlich nicht mehr wahrgenommen wurde.

Das Urdolmen von Twietfort ist unter der Sprockhoff-Nummer 419 in den wissenschaftlichen Katalogen der Megalithforschung verzeichnet und wird als besonders gut erhalten angesehen. Es gehört zu den archäologischen Highlights der Region und lädt Besucher zu einer kleinen Zeitreise in die Vergangenheit ein. Die ruhige Lage inmitten der mecklenburgischen Landschaft unterstreicht den besinnlichen und eindrucksvollen Charakter des Ortes.

In unmittelbarer Nähe befindet sich zudem ein weiteres Großsteingrab, das sogenannte Twietfort 2, welches die archäologische Bedeutung der Gegend unterstreicht. Die Region um Ganzlin gehört zu den Gebieten mit einer hohen Dichte an erhaltener Megalithgräber und ist damit ein wichtiges Zeugnis der nordischen Megalitharchitektur. Wer sich für die frühe Geschichte Mitteleuropas interessiert, wird am Urdolmen von Twietfort nicht nur fachliche Fakten, sondern auch eine stimmungsvolle Atmosphäre finden, die zum Verweilen und Nachdenken einlädt.

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Häufige Fragen zu Urdolmen von Twietfort

Wo befindet sich der Urdolmen von Twietfort?
Der Urdolmen von Twietfort liegt südlich des Forsthauses Twietfort bei Ganzlin in Mecklenburg-Vorpommern. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Zu welcher Kultur gehört der Urdolmen von Twietfort?
Der Urdolmen zählt zur Trichterbecherkultur (TBK) und entstand zwischen 3500 und 2800 v. Chr. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Maße hat die Kammer des Urdolmens?
Die Kammer ist 1,6 × 0,8 Meter groß und befindet sich in einem Hügel. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was wurde im Urdolmen von Twietfort gefunden?
Es wurden bronzezeitliche Gefäße gefunden, die auf eine spätere Nachbestattung hinweisen. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Gibt es weitere Großsteingräber in der Nähe?
Ja, in nordwestlicher Nähe liegt das Großsteingrab Twietfort 2. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia