Foto: S. Finner: Siddhartha Finner, Dipl.Ing.-Architektur / wikimedia /
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Klosterkirche Mariä Himmelfahrt
Tipps
- Die Kirche verfügt über mehrere sehenswerte Seitenaltäre und ein einmaliges Renaissance-Chorgestühl.
- Grabmäler aus dem 15. Jahrhundert sind in der Kirche besonders sehenswert.
- Der barocke Kirchenbau aus dem 17. Jahrhundert ist ein frühes Beispiel dieser Architektur in Altbayern.
Eigenschaften
Klosterkirche Mariä Himmelfahrt in Gars am Inn entdecken
Die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt in Gars am Inn ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk und gleichzeitig Pfarrkirche sowie Kirche des Redemptoristenklosters. Die ursprünglich im Mittelalter errichtete romanische Kirche wurde im Zuge des Dreißigjährigen Krieges stark beschädigt und in der Folgezeit abgebrochen. An ihrer Stelle entstand ein barockes Gotteshaus, das bereits kurz nach Fertigstellung für Gottesdienste genutzt wurde und später im 17. Jahrhundert vom Salzburger Erzbischof geweiht wurde. Die Planung und Ausführung dieses frühbarocken Baus in Altbayern übernahmen die Graubündner Baumeister Giovanni Gaspare Zuccalli und Domenico Cristoforo Zuccalli. Architektonisch präsentiert sich die Kirche als Wandpfeilerhalle mittlerer Größe mit Emporen und einem eingezogenen Chor. Besonders auffällig sind die flachen Doppelpilaster an den Wandpfeilerstirnen, deren Gebälk von der Emporenbrüstung fortgeführt wird. Der Saalraum wird von einer gurtgegliederten Stichkappentonne überspannt, während die Seitenschiffe Quertonnen aufweisen. Sowohl die Kapellen als auch die Emporen verfügen über Fenster, was dem Innenraum Licht und Offenheit verleiht. Diese klare raumgliedernde Struktur ist ein markantes Merkmal des barocken Stils. Die Ausstattung der Kirche spiegelt die kunsthandwerkliche Qualität der Jahrhunderte des 17. und 18. Jahrhunderts wider. Ursprünglich war eine vollständige Stuckatur geplant, diese scheiterte jedoch am fehlenden Geld. Dennoch wurden einzelne Kapellen in der Folgezeit mit Stuckarbeiten versehen. Die Deckenfresken im Langhaus entstanden im frühen 18. Jahrhundert durch Benedikt Albrecht und Johann Eustachius Kendlbacher und zeigen unter anderem die Gründung des Klosters, Heilige wie Cäcilia und Radegundis sowie die Rosenkranz-Madonna. Im Chor schuf Martin Anton Seltenhorn später ein Deckenbild, das die Verehrung der Eucharistie durch die vier Erdteile darstellt. Der Hochaltar aus dem späten 17. Jahrhundert beherbergt ein Gemälde der Himmelfahrt Mariens, das bereits früher von Herzog Albrecht VI. gestiftet und vom Münchener Hofmaler Karl Pfleger geschaffen wurde. Die überlebensgroßen Figuren des Heiligen Josef und Joachim stammen vom Bildhauer Georg Ferdinand Hartmann. Ein weiteres bemerkenswertes Altarwerk ist das östliche Altarpaar aus dem frühen 18. Jahrhundert zu Ehren des Heiligen Augustinus und der Heiligen Radegundis. Diese kunstvollen Werke unterstreichen den kulturellen und religiösen Wert der Kirche. Die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt in Gars am Inn vereint somit über die Jahrhunderte gewachsene Baugeschichte, barocke Architektur und kunstvolle Ausstattung zu einem eindrucksvollen Zeugnis bayerischer Sakralbaukunst. Sie lädt Besucherinnen und Besucher ein, sich von der Atmosphäre und dem künstlerischen Reichtum des Ortes inspirieren zu lassen.
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Häufige Fragen zu Klosterkirche Mariä Himmelfahrt
Was ist die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt in Gars am Inn?
Quelle: wikipedia
Wann wurde die heutige Klosterkirche erbaut?
Quelle: wikipedia
Wer war für den Bau der Kirche verantwortlich?
Quelle: wikipedia
Welche künstlerischen Ausstattungen hat die Kirche?
Quelle: wikipedia