Stadtmuseum
Tipps
- Das Stadtmuseum Gehrden ist im ehemaligen Brauhaus untergebracht, einem denkmalgeschützten Gebäude mit historischem Charme.
- Die Ausstellung erstreckt sich von der Frühzeit bis zur Gegenwart und bietet umfangreiche Informationen zur Stadtgeschichte.
- Aufgrund begrenzter Öffnungszeiten ist eine Besuchervorbereitung ratsam, um den einmal monatlichen Sonntagstermin wahrzunehmen.
Eigenschaften
Über Stadtmuseum
Das Stadtmuseum Gehrden befindet sich im ehemaligen Brauhaus am Suerser Tor, einem der ältesten erhaltenden Gebäude der Stadt. Es beherbergt die historischen Sammlungen und Ausstellungen zur Stadtgeschichte von Gehrden sowie zur Entwicklung des umliegenden Calenberger Landes. Die Räumlichkeiten im Sockelgeschoss und im ausgebauten Dachboden bieten Platz für rund tausend Exponate, die verschiedene Epochen abdecken – von der Kreidezeit über die Frühgeschichte bis hin zur modernen Stadtentwicklung.
Die Ursprünge des Museums gehen auf das Jahr 1941 zurück, als der spätere Ehrenbürger August Kageler ein kleines Stadtarchiv im Rathaus gründete. In den 1960er Jahren wurde dieses Archiv zunächst in das Rittergut Franzburg verlegt, wo es jedoch durch Vandalismus und mangelnden baulichen Schutz teilweise zerstört wurde. 1975 mietete die Stadt das alte Brauhaus, das seitdem als Museum dient. Nach Umbauten im Dachgeschoss bezog das Museum 1984 seine heutigen Räume. Seit 1999 wird es ehrenamtlich vom Heimatbund Gehrden geleitet.
Die Dauerausstellung zeigt unter anderem archäologische Funde aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit sowie Grabbeigaben aus merowingischer Zeit, die 1997 am Burgberg entdeckt wurden. Ein besonderes Highlight ist der sogenannte Schatzfund von Gehrden mit Nachprägungen römischer Silbermünzen. Thematische Schwerpunkte bilden zudem die lokale Feuerwehr, Vereine, das Handwerk und bäuerliche Lebensweisen. Exponate wie eine komplette Schmiede, eine Tischlerwerkstatt oder eine Schusterwerkstatt veranschaulichen den Alltag vergangener Jahrhunderte. Die sechs Ausstellungsräume sind über Treppen zugänglich; behindertengerechte Lösungen sind aus denkmalpflegerischen Gründen nicht möglich.
Nach einer Schließung ab 2020 zunächst wegen der Pandemie und später aufgrund der Energiekrise sowie personeller Engpässe wurde das Museum 2025 von der Bürgerstiftung Gehrden in einem eingeschränkten Umfang wiedereröffnet. Seitdem finden monatlich Führungen an einem Sonntag statt. Ein umfassender Sanierungsplan mit einer Laufzeit von fünf bis zehn Jahren und einem geschätzten Volumen von 750.000 Euro wurde aufgestellt. 2026 ging das Gebäude in das Eigentum der Bürgerstiftung über, was den Weg für langfristige Perspektiven eröffnet.