Maria zum Rauhen Wind
Highlights
- Die Wallfahrt zu Maria zum Rauhen Wind lockt seit dem 17. Jh. mit einer gotischen Madonna mit Kind (um 1380) aus dem Kahlgrund und Maingau.
- Seit 1957 steht das Gnadenbild in einer Mandorla über dem Choraltar der alten gotischen Kirche – erhalten durch Dombaumeister Hans Schädel.
- Ein barocker Stationsweg (1710) zu den Sieben Schmerzen Mariens verbindet Alzenau mit Kälberau als Teil des Europäischen Kulturweges.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Parkplatz ermöglicht eine einfache Anreise für Besucher mit eingeschränkter Mobilität.
- Die gotische Madonna mit Kind aus dem 14. Jahrhundert wird in einer Mandorla über dem Altar im Chorraum aufbewahrt.
- Ein barocker Stationsweg zu den Sieben Schmerzen Mariens führt entlang eines historischen Wallfahrtsweges nach Kälberau.
Eigenschaften
Kultur & Sakrales: Maria zum Rauhen Wind Alzenau
Die Kirche Maria zum Rauhen Wind in Alzenau ist ein bedeutender Wallfahrtsort mit einer bewegten Geschichte und einem kostbaren Gnadenbild. Im Herzen der gotischen Kirche bewahrt sie eine etwa 50 Zentimeter hohe Madonna mit Kind aus der Zeit um 1380, die seit 1957 in einer Mandorla über dem Altarblock thront. Das Bild, das seit Jahrhunderten Pilger anzieht, ist ein zentraler Anziehungspunkt für Gläubige aus der Region und darüber hinaus.
Die Wallfahrt erlebte besonders im Barock und während der Gegenreformation eine Blütezeit. Gruppen aus dem Kahlgrund und dem Maingau bis hin nach Seligenstadt pilgerten zur Kirche, um vor dem Gnadenbild ihre Gebete zu verrichten. Auch nach dem Rückgang im 18. Jahrhundert durch die Aufklärung blieb der Ort von spiritueller Bedeutung. Besonders die 800-Jahr-Feier 1934, Heimkehrerwallfahrten und das Marianische Jahr 1954 mit über 6000 Pilgern stärkten die Tradition erneut.
Das Gnadenbild selbst ist nicht nur wegen seines Alters, sondern auch wegen eines besonderen Details bekannt: In der Brust der Madonna befindet sich ein Edelstein, der als Zeichen ihrer Gnadenwirkung gilt. Neben der gotischen Madonna aus dem 14. Jahrhundert zeigt eine weitere Statue aus dem Jahr 1450 Maria mit dem Jesuskind und einer Taube – ein Symbol für den Heiligen Geist – hinter dem Altar.
Die Kirche selbst ist ein Zeugnis historischer Baukunst und wurde im Rahmen der Renovierungen unter dem Dombaumeister Hans Schädel so gestaltet, dass die ursprüngliche gotische Substanz erhalten blieb. Ein besonderes Highlight ist der barocke Stationsweg der Sieben Schmerzen Mariens, der 1710 angelegt wurde und heute als zwei Kilometer langer Wander- und Fahrradweg Teil des Europäischen Kulturweges Alzenau 2 ist. Die sieben restaurierten Bildstöcke entlang des Weges laden zu einer meditativen Pilgerreise ein.
Mit einem Google-Rating von 4,6 Sternen und einem rollstuhlgerechten Parkplatz ist die Kirche nicht nur ein spiritueller Ort, sondern auch gut für Besucher aller Altersgruppen und Mobilitäten zugänglich. Die Verbindung von historischer Architektur, religiöser Tradition und Natur macht sie zu einem einzigartigen Ausflugsziel in Alzenau.