Denkmal/Gedenkstätte

Schloss Altenschönbach

Schloßhof 18, 97357 Prichsenstadt-Altenschönbach

Highlights

  • Schloss Altenschönbach ist ein ehemaliger Adelssitz im Ortsteil Altenschönbach der Gemeinde Prichsenstadt.
  • Die Familie von Crailsheim bewohnt das Schloss seit 1543 ununterbrochen.
  • Das Schloss besteht aus Bauteilen verschiedener Epochen, darunter ein erhaltener Rundturm und ein quadratischer Bergfried.

Tipps

  • Schloss Altenschönbach ist ein historischer Adelssitz im Ortsteil Prichsenstadt-Altenschönbach, heute privat bewohnt von der Familie von Crailsheim.
  • Das Gelände ist ein Baudenkmal mit Spuren aus dem Mittelalter, darunter ein sichtbarer ehemaliger Wassergraben und unregelmäßige Ringmauern.
  • Vor Ort gibt es ein empfehlenswertes Gasthaus mit regionaler Küche, bekannt für das preiswerte und frische Champion-Schnitzel.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Schloss Altenschönbach

Das Schloss Altenschönbach liegt im Ortsteil Altenschönbach der Gemeinde Prichsenstadt im bayerischen Landkreis Kitzingen. Es ist ein ehemaliger Adelssitz, der heute noch in Privatbesitz der Familie von Crailsheim ist. Die Anlage zählt heute zu den bemerkenswerten Baudenkmalen der Region und zeugt von einer langen und wechselvollen Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Die heutige Schlossanlage entstand an der Stelle einer früheren Höhenburg, von der heute nur noch der Burghügel im Wald Bollenschlag erhalten geblieben ist.

Die Bauhistorie des Schlosses spiegelt verschiedene Epochen wider. Nachdem die Herren von Thüngfeld und später Martin Kotner die Wasserburg bewohnten, gelangte die Anlage im Mittelalter an die Herren von Esel. Diese bauten das Schloss weiter aus, bis es im Deutschen Bauernkrieg niedergebrannt wurde. Im 16. Jahrhundert erwarb Freiherr Wolfgang von Crailsheim die Ruine und initiierte den Wiederaufbau. Seitdem blieb das Schloss im Besitz der Familie von Crailsheim. Im 19. Jahrhundert wurden grundlegende Umbauten durchgeführt, darunter die Schließung des Wassergrabens und der Neubau des Wohngebäudes, das heute den Mittelpunkt der Anlage bildet.

Die Architektur des Schlosses vereint verschiedene Baustile und Epochen. Die Ringmauer ist weitgehend erhalten und ragt an manchen Stellen bis zu zwölf Meter hoch. Sie umgibt den Schlossbereich und grenzt ihn vom Dorf ab. Im Süden der Anlage steht ein dreigeschossiger Rundturm mit Gurtgesimsen und Kegeldach, während das Pendant im Norden nur noch in Form einer Ruine existiert. Der quadratische, bergfriedartige Turm aus dem 16. Jahrhundert bildet das Zentrum der Anlage. Er verfügt im Untergeschoss über Tonnengewölbe, während die Obergeschosse balkendeckte Räume aufweisen. Das spätgotische Bauwerk wird von einem hohen Walmdach abgeschlossen.

Ein markantes Element der jüngeren Baugeschichte ist das zweigeschossige Wohnhaus aus dem 19. Jahrhundert an der Ostseite. Es wurde unter Einbeziehung älterer Mauern errichtet und weist sieben Fensterachsen auf. Ein Portal an der Westseite zeigt ein Allianzwappen der Familie von Crailsheim in Verbindung mit den Geyern. Dieses Wappen findet sich auch am Hoftor in der südöstlichen Ecke der Ringmauer. Der ehemalige Wassergraben ist heute trocken, doch seine ehemalige Funktion bleibt deutlich sichtbar.

Das Schloss Altenschönbach ist nicht nur ein Zeugnis der regionalen Adelsgeschichte, sondern auch ein Beispiel für die Entwicklung ländlicher Schlösser in Unterfranken. Die Familie von Crailsheim bewohnt das Anwesen bis heute und trägt zur Erhaltung des historischen Erbes bei. Die Reste der Vorgängerbauten sind als Bodendenkmäler erfasst, während die erhaltene Schlossanlage unter Denkmalschutz steht. Die vielschichtige Architektur und die kontinuierliche Besitzgeschichte machen das Schloss zu einem lohnenswerten kulturellen Ausflugsziel in der Region.

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