Kapuzinerkloster Geldern
Highlights
- Das Kapuzinerkloster in Brünn wurde 1604–1606 erbaut und war die zweite Niederlassung der Kapuziner in den böhmischen Landen.
- Die Kapuzinergruft unter der Kreuzerhöhungskirche enthält rund 70 mumifizierte Leichname von Ordensbrüdern und Förderern.
- Nach Zerstörung 1645 wurde das Kloster von 1648 bis 1651 nach italienischen Vorbildern wiederaufgebaut.
Tipps
- Der Eintritt zur Kirche ist kostenfrei, für Führungen durch die Gruft fällt eine Gebühr an, die den Erhalt der Stätte unterstützt.
- In der Nähe des Klosters befindet sich der Kapuzinerplatz, idealer Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch die historische Altstadt von Geldern.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Sakral: Kapuzinerkloster Geldern in Geldern
Das Kapuzinerkloster Geldern ist eine historisch bedeutende Sakralstätte im nordrhein-westfälischen Geldern, im Kreis Kleve gelegen. Als Teil der kulturellen und religiösen Landschaft der Region zählt es zu den sehenswerten Ausflugszielen mit einer tiefen Verbindung zur Geschichte des Kapuzinerordens. Das Kloster steht in der Tradition einer Ordensgründung, die im 17. Jahrhundert auf Einladung des Olmützer Bischofs Franz Seraph von Dietrichstein entstand, und ist eng verknüpft mit der nahegelegenen mährischen Stadt Brünn, wo eine weitere Niederlassung des Ordens besteht.
Das Gebäudekomplex des Kapuzinerklosters in Geldern umfasst die Kreuzerhöhungskirche sowie die berühmte Kapuzinergruft. Letztere beherbergt eine bemerkenswerte Sammlung von mumifizierten Leichnamen, die aufgrund besonderer klimatischer Bedingungen und eines effektiven Belüftungssystems über Jahrhunderte hinweg erhalten geblieben sind. Unter den rund 70 noch heute sichtbaren Mumien befinden sich sowohl Ordensbrüder als auch Förderer des Klosters, darunter auch namhafte Persönlichkeiten der Regionalgeschichte. Die älteste erhaltene Mumie stammt aus der Zeit um die Mitte des 17. Jahrhunderts.
Die Architektur des Klosters spiegelt verschiedene Epochen wider. Ursprünglich im frühen 17. Jahrhundert erbaut, wurde es im Zuge der Geschichte mehrfach umgebaut und erweitert. So wurde es unter anderem durch den Baumeister Andreas Erna nach italienischen Vorbildern rekonstruiert. Im Laufe des 18. Jahrhunderts erfolgten weitere Umbauten durch die Architekten Moritz und Franz Anton Grimm, die auch die Fideliskapelle hinzufügten. Ein eigenständiger Flügel, der sogenannte Trenck-Flügel, wurde mit Mitteln errichtet, die der Pandurenführer Franz von der Trenck dem Orden vermachte. Auch die kunstvolle Gestaltung der Eingangstreppe mit sechs Sandsteinfiguren bedeutender Franziskanerheilige zeugt von der künstlerischen Qualität dieser Zeit.
Das Kloster erlebte im 20. Jahrhundert eine Phase der Auflösung, als es im Zuge politischer Umbrüche vorübergehend aufgelöst wurde. Dennoch gelang es dem Orden später, an den Ort zurückzukehren. Heute dient das Gebäude nicht nur als religiöses Zentrum, sondern auch als kulturhistorisches Zeugnis einer bewegten Vergangenheit. Die Kirche mit ihren barocken Ausstattungsstücken, darunter ein Altarbild des Joachim von Sandrart, lädt zur Besinnung und zur Auseinandersetzung mit der geistlichen und künstlerischen Tradition des Kapuzinerordens ein.
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Häufige Fragen zu Kapuzinerkloster Geldern
Was ist das Kapuzinerkloster Geldern?
Quelle: wikipedia
Wann wurde das Kloster in Geldern gegründet?
Quelle: wikipedia
Was befindet sich in der Kapuzinergruft in Geldern?
Quelle: wikipedia
Welche Rolle spielte Franz von der Trenck im Kloster?
Quelle: wikipedia