Godobertuskapelle
Eigenschaften
Über Godobertuskapelle
Die Godobertuskapelle in Gelnhausen ist eine der ältesten Sakralbauten der Region und zählt heute zu den besonderen kulturellen Sehenswürdigkeiten der Barbarossastadt. Gelegen nördlich der ehemaligen Stadtbefestigung in der Nähe des Äußeren Holztores, thront die Kapelle etwas abseits des heutigen Stadtkerns und lädt mit ihrem historischen Charme zu Besuchen und besonderen Anlässen ein. Im Volksmund ist sie auch als „Gelakapelle“ bekannt – ein Name, der eng mit der Sage um Gela von Gelnhausen verknüpft ist.
Die erste urkundliche Erwähnung der Kapelle geht auf das späte Mittelalter zurück, wobei ihre Architektur auf das frühe 12. Jahrhundert hinweist. Besonders auffällig sind die kleinen Rundbogenfenster, die den romanischen Baustil widerspiegeln. Ursprünglich war die Kapelle möglicherweise Teil einer kleinen Siedlung namens Godebrechtshusen, die sogar vor der offiziellen Stadtgründung von Gelnhausen existierte. Im Laufe der Jahrhunderte geriet das Gotteshaus immer wieder in Vergessenheit und befand sich lange Zeit in einem Zustand, der dem Verfall nahe war. Erst in jüngerer Zeit wurde sie restauriert und für kulturelle Zwecke sowie standesamtliche Trauungen wieder nutzbar gemacht.
Heute bietet die Godobertuskapelle einen besonderen Rahmen für Trauungen, wie zahlreiche positive Bewertungen bestätigen. Paare schätzen die idyllische Atmosphäre und die Möglichkeit, ihre standesamtliche Hochzeit in einer geschichtsträchtigen Umgebung zu feiern. Aufgrund der kleinen Größe der Kapelle eignet sie sich besonders für kleinere Gruppen von bis zu etwa 40 Personen. Das Innere ist schlicht gehalten, doch einige historische Grabsteine und der ursprüngliche Charakter des Raumes verleihen dem Ort eine besondere Stimmung, die viele Besucher beeindruckt.
Ein weiterer Reiz der Kapelle liegt in der damit verbundenen Sage um Gela von Gelnhausen. Sie erzählt von der Liebe zwischen der schönen Gela und dem späteren Kaiser Friedrich Barbarossa. Beide sollen sich regelmäßig in der Kapelle zur Messe getroffen haben. Nachdem Gela fälschlicherweise vom Tod Friedrichs erfährt, zieht sie sich als Nonne ins Kloster zurück. Als Barbarossa unerwartet zurückkehrt und seine Geliebte als Nonne vor dem Altar kniend erblickt, verzichtet er traurig auf ein Wiedersehen. Die Sage um Gela hat tiefgreifende Spuren in der örtlichen Erzähltradition hinterlassen und trägt maßgeblich zum Namen „Gelakapelle“ bei.