Denkmal/Gedenkstätte

Felsskulptur "Monument for a Forgotten Future"

An den Schleusen 1-29, 45881 Gelsenkirchen

Highlights

  • Die Felsskulptur ‚Monument for a Forgotten Future‘ (2010) ist ein hohler, künstlicher Berg auf einer Halde aus Rhein-Herne-Kanal-Bauaushub.
  • Im Inneren spielt seit 2010 eine Dauerschleife mit Kompositionen der Band Mogwai – Teil der Emscherkunst-Ausstellung mit Douglas Gordon.
  • Teil des permanenten Emscherkunstwegs, der seit 2019 Kunstwerke zur Revitalisierung des ehemaligen Industriegebiets zeigt.

Tipps

  • Die künstliche Aufschüttung der Halde bietet Einblicke in die historische Transformation des Geländes von einer industriellen Brache zu einem kulturellen Ort.
  • Im Inneren der Felsskulptur wird während der Sommermonate eine Dauerschleife mit Musik der schottischen Band Mogwai abgespielt, die das Erlebnis bereichert.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Denkmal Gelsenkirchen: Felsskulptur „Monument for a Forgotten Future“

Die Felsskulptur *„Monument for a Forgotten Future“* in Gelsenkirchen ist ein faszinierendes Kunstwerk, das sich als Teil des Emscherkunstwegs in die industriell geprägte Landschaft der Region einfügt. Auf einer künstlichen Aufschüttung – entstanden durch den Bodenaushub beim Bau der Schleusenanlage und des Rhein-Herne-Kanals – erhebt sich der monumentale Fels als Symbol für Vergänglichkeit und Zukunftsvisionen. Sein ungewöhnlicher Standort auf einer ehemaligen Halde unterstreicht die Verbindung von Industriegeschichte und zeitgenössischer Kunst.

Das Werk entstand 2010 im Rahmen der Emscherkunst-Ausstellung, einem Projekt, das den ökologischen Umbau des Emscher-Systems begleitet. Die Skulptur ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit dem schottischen Künstler Douglas Gordon und vereint skulpturale Eleganz mit einer überraschenden Inneneinrichtung: Im Inneren des hohlen Felsens befindet sich eine Musikanlage, die in den Sommermonaten eine Komposition der Band Mogwai in Dauerschleife abspielt. Diese ungewöhnliche Kombination aus Stein und Sound schafft eine immersive Atmosphäre, die Besucher:innen zum Verweilen einlädt.

Der Emscherkunstweg selbst ist aus dem temporären Ausstellungsformat *„Emscherkunst“* hervorgegangen, das seit 2010 die Transformation der Region dokumentiert. Während viele Werke der ersten Phase dauerhaft am Standort blieben, entstanden später vor allem zeitlich begrenzte Installationen. Seit 2019 ist der Weg ein permanenter Skulpturenpfad, der mit neuen Werken wie „Königsgrube“ von Markus Jeschaunig oder „Pool Lines“ von Sofía Táboa das künstlerische Spektrum weiter bereichert.

Die Skulptur spiegelt die Ambivalenz der Region wider: Einerseits steht sie für die industrielle Vergangenheit Gelsenkirchens, andererseits für den mutigen Neuanfang durch die Emschergenossenschaft – Deutschlands ersten Wasserwirtschaftsverband, gegründet 1899, um die ökologischen Folgen des Kohleabbaus zu bewältigen. Mit ihrer rätselhaften Präsenz und der geheimnisvollen Klanginstallation wird *„Monument for a Forgotten Future“* zum Denkort über Vergänglichkeit und die Suche nach einer neuen Zukunft.

Als Teil des Emscherkunstwegs ist das Werk nicht nur eine Sehenswürdigkeit, sondern auch ein kinderfreundlicher Ort mit barrierefreiem Zugang und Sanitäranlagen. Die Skulptur lädt zum Entdecken ein – sei es durch das Betreten der Aufschüttung, das Lauschen der Musik oder das Staunen über die ungewöhnliche Form. Sie zeigt, wie Kunst und Natur im öffentlichen Raum zusammenwirken und Gelsenkirchen als lebendiges Labor für Kultur und Nachhaltigkeit erlebbar machen.

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…