Denkmal/Gedenkstätte

Denkmal für den Eisenbahnunfall im Bahnhof Genthin

39307 Genthin

Highlights

  • Der schwerste Eisenbahnunfall Deutschlands ereignete sich am 22. Dezember 1939 im Bahnhof Genthin.
  • D 180 fuhr auf D 10 auf, obwohl das Blocksignal Halt zeigte – mindestens 196 Tote.
  • Ursache war vermutlich menschliches Versagen, begünstigt durch Nebel und defekte Zugbeeinflussung.

Tipps

  • Das Denkmal ist direkt am Bahnhof Genthin in der Nähe der Unfallstelle zu finden.
  • Der Zugang zum Denkmal erfolgt über den Bahnsteig Richtung Magdeburg.
  • Parkplätze befinden sich in der Nähe des Bahnhofs.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Denkmal für den Eisenbahnunfall im Bahnhof Genthin - Kulturdenkmal in Genthin

Das Denkmal für den Eisenbahnunfall im Bahnhof Genthin erinnert an eine der schwersten Eisenbahnkatastrophen der deutschen Geschichte. Es steht im Bahnhof Genthin im sachsen-anhaltischen Jerichower Land und gedenkt den Opfern eines tragischen Zusammenstoßes zweier Schnellzüge in der Nacht des 22. Dezember 1939. Bei dem Unglück kamen mindestens 186 Menschen ums Leben, über hundert weitere wurden verletzt. Es ist bis heute das schwerste bekannte Reisezugunglück in Deutschland.

Der Unfall ereignete sich, als der von Berlin kommende Schnellzug D 180 in den Bahnhof Genthin einfahren wollte, der bereits von einem anderen Zug, dem D 10, befahren war. Der D 10 war zuvor mit erheblicher Verspätung unterwegs gewesen, unter anderem aufgrund von Überfüllung und kriegsbedingter Verzögerungen im Bahnbetrieb. Der nachfolgende D 180, der mit einer Dampflokomotive gezogen wurde, deren Sicherheitssystem Indusi ausgebaut war, näherte sich trotz bestehender Blockbesetzung demselben Streckenabschnitt. Aus nicht abschließend geklärten Gründen überfuhr der Zug ein haltzeigendes Signal und raste in den noch belegten Gleisabschnitt – ohne automatische Bremse kam es zum verheerenden Zusammenprall.

Die genauen Ursachen des Unfalls wurden nie vollständig aufgeklärt. Der Lokomotivführer des D 180 behauptete, die Signale fälschlicherweise als „Fahrt frei“ interpretiert zu haben, was durch technische Prüfungen und Zeugenaussagen widerlegt wurde. Spekulationen über mangelnde Sicht aufgrund von Nebel oder menschliches Versagen wurden nie abschließend bestätigt. Ebenso wurde eine Theorie über Kohlenstoffmonoxidvergiftung des Lokführers später widerlegt. Fest steht jedoch, dass der Ausbau des Sicherheitssystems Indusi und der Kriegsbedingte Personalmangel zu den begünstigenden Faktoren zählen.

Das Denkmal im Bahnhof Genthin wurde errichtet, um die Toten und Verletzten des Unglücks zu ehren und an die Verantwortung im Eisenbahnwesen zu erinnern. Es steht heute als Mahnmal für die Opfer des schwersten Eisenbahnunglücks Deutschlands und erinnert an die Bedeutung von Sicherheit im Schienenverkehr. Der Bahnhof Genthin ist bis heute ein Ort der Erinnerung und Teil der Kultur- und Geschichte des Jerichower Landes.

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Häufige Fragen zu Denkmal für den Eisenbahnunfall im Bahnhof Genthin

Wann ereignete sich der Eisenbahnunfall in Genthin?
Der Eisenbahnunfall in Genthin ereignete sich am 22. Dezember 1939 gegen 23:45 Uhr. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Züge waren am Unfall beteiligt?
Beteiligt waren der Schnellzug D 10 (Berlin–Köln) und der Schnellzug D 180 (Berlin–Neunkirchen). Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wie viele Opfer forderte der Unfall?
Es gab mindestens 186 Tote, später stieg die Zahl auf 196. Rund 106 Personen wurden verletzt. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Warum kam es zu dem Unfall?
Der D 180 überfuhr ein Halt gebietendes Signal und fuhr in den vom D 10 besetzten Streckenabschnitt ein. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Gibt es ein Denkmal für den Unfall?
Ja, in Genthin wurde ein Denkmal zum Gedenken an die Opfer des Eisenbahnunglücks errichtet. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia