Runenstein
Highlights
- Der Runenstein von Rogäsen ist der einzige seiner Art in Norddeutschland.
- Er wurde 1851 bei Bauarbeiten in Rogäsen entdeckt und später ins Kreismuseum Genthin überführt.
- Die runenartigen Inschriften konnten bis heute nicht entziffert werden.
Tipps
- Das Kreismuseum Jerichower Land in Genthin zeigt den Runenstein von Rogäsen mit runenartigen Schriftzeichen aus dem 19. Jahrhundert.
- Führungen im Museum bieten Einblicke in die Regionalgeschichte von der Steinzeit bis zur DDR.
- Barrierefreiheit ist im Museum derzeit nicht gegeben, daher nur eingeschränkt zugänglich.
Eigenschaften
Über Runenstein
Der Runenstein von Rogäsen ist ein bedeutender archäologischer Fund und zählt zu den besonderen Exponaten des Kreismuseums Jerichower Land in Genthin, Sachsen-Anhalt. Der Stein, der ursprünglich 1851 bei einem Brand in Rogäsen entdeckt wurde, trägt eingemeißelte Schriftzeichen, die bis heute nicht vollständig entziffert oder datiert werden konnten. Die Inschrift besteht aus zwei bogenförmigen Zeilen, die in die Oberfläche des Granitblocks geritzt sind. Nach seiner Entdeckung wurde der Stein zunächst gesprengt, um bei der Neubauarbeit des Schulhauses verwendet zu werden. Dabei fielen die Schriftzeichen auf, woraufhin die Fragmente gesammelt und später vom Gutsbesitzer Graf von Wartensleben zusammenfügen ließen.
Die Deutung der Zeichen gab seitdem Anlass zu verschiedenen Theorien. Während einige Experten sie als Geheimschrift einer mittelalterlichen Bauhütte ansahen, die auf ihre Arbeit beim Kirchenbau hinweisen wollte, vermuteten andere, es handele sich um Hausmarken der Bauern, die Abgaben oder Besitzverhältnisse kennzeichneten. Der Stein wurde schließlich 1928 dem Kreismuseum Jerichower Land vererbt, wo er heute unter einem Dach im Freigelände des Museums aufgestellt ist. Mit seinen Maßen von 1,14 Metern Höhe und 0,86 Metern Breite ist der Runenstein der einzige seiner Art in Norddeutschland.
Das Kreismuseum Jerichower Land in Genthin beherbergt eine umfangreiche Sammlung zur Regionalgeschichte – vom Urgeschichtlichen bis zur Zeit der DDR. Besucher erhalten hier einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Region. Die Ausstellung wird von Gästen regelmäßig als liebevoll gestaltet und informativ beschrieben. Besondere Anerkennung findet die Vielfalt an regionalen Exponaten sowie das Engagement der Museumsführung. Lediglich die Barrierefreiheit wird in manchen Bewertungen als kritisch angemerkt.
Der Runenstein von Rogäsen steht exemplarisch für die Rätselhaftigkeit und Eigenart mittelalterlicher Hinterlassenschaften in der Region. Als Teil der Dauerausstellung des Kreismuseums zieht er Forscher und Interessierte gleichermaßen an. Die bislang ungeklärte Schriftzeichenfolge macht ihn zu einem lohnenswerten Forschungsgegenstand und bildet einen besonderen Anziehungspunkt für Kulturinteressierte im Jerichower Land.