Denkmal/Gedenkstätte

Bundesarchiv Stasi-Unterlagen-Archiv Gera

Hermann-Drechsler-Straße 1, 07548 Gera

Highlights

  • Das Bundesarchiv verwahrt in Gera Unterlagen der ehemaligen Stasi-Bezirksverwaltung.
  • Zu den Beständen gehören Akten, Fotos, Ton- und Filmdokumente aus der DDR-Zeit.
  • Die Archive sind gemäß Stasi-Unterlagen-Gesetz für Betroffene und Forschung zugänglich.

Tipps

  • Vor Anreise online über invenio recherchieren, um gezielt Akten oder Unterlagen zu finden.
  • Für Einsichtnahme in persönliche Stasi-Unterlagen rechtzeitig einen formlosen Antrag stellen.
  • Bei Fragen zur Familien- oder Personenforschung zunächst die bereitgestellten Recherchehilfen nutzen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Bundesarchiv Stasi-Unterlagen-Archiv Gera

Das Bundesarchiv Stasi-Unterlagen-Archiv Gera beherbergt einen bedeutenden Teil der Unterlagen des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR. Diese Dokumente umfassen Akten, Karteikarten, Fotos, Ton- und Filmmaterial sowie digitalisierte Datenträger, die während der friedlichen Revolution 1989 vor der Zerstörung bewahrt wurden. Der Standort Gera ist eine der regionalen Außenstellen, die die Unterlagen der ehemaligen MfS-Bezirksverwaltung aufbewahrt. Die Archivbestände dienen der historischen Aufarbeitung der SED-Diktatur und ermöglichen Einblicke in die Strukturen und Methoden des DDR-Staatssicherheitsdienstes.

Die Verwaltung und Bereitstellung der Stasi-Unterlagen erfolgt gemäß dem Stasi-Unterlagen-Gesetz, das den Zugang zu den Akten regelt. Betroffene Personen können hier ihre persönlichen Akten einsehen, während Forschende und Interessierte umfangreiche Bestände für wissenschaftliche oder private Zwecke nutzen können. Die Archivgut ist nach archivfachlichen Standards erschlossen und wird langfristig für die Öffentlichkeit zugänglich aufbewahrt. Neben der reinen Archivtätigkeit fördert die Einrichtung durch Veranstaltungen, Vorträge und Führungen die Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR und der Rolle der Stasi.

Das Archiv in Gera zeichnet sich durch eine engagierte und kompetente Mitarbeiterschaft aus, wie Besucherfeedback zeigt. Die Antragsstellung und Beratung werden als hilfsbereit und professionell wahrgenommen. Vor Ort können nicht nur Akten eingesehen, sondern auch Veranstaltungen besucht werden, die sich mit der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit beschäftigen. Die Archivnutzung richtet sich sowohl an ehemalige DDR-Bürger als auch an Forschende, Journalistinnen und interessierte Bürger. Die Standortdaten zeigen, dass Gera eine von mehreren regionalen Archivstellen bleibt, die bis heute an ihren ursprünglichen Orten verblieben sind.

Die Dimension des Archivguts ist beträchtlich: Insgesamt umfasst der Bestand landesweit etwa 111 Kilometer Akten, darunter Millionen von Dokumenten und Medieninhalten. In Gera lagern die Unterlagen der ehemaligen Bezirksverwaltung Stasi, die für die Region Thüringen zuständig war. Die Archivräume bieten nicht nur Platz für die physischen Bestände, sondern auch für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Inhalten. Neben der reinen Archivnutzung dient der Standort auch als Ort der Erinnerungskultur, an dem die Geschichte der DDR und ihre geheimdienstliche Überwachung sichtbar gemacht wird.

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