Museum

Steinernes Haus und Schaudepot

Benediktspl. 1, 99084 Erfurt

Highlights

  • Das mittelalterliche Steinerne Haus (ab 13. Jh.) zeigt originale Steinportale, Balkendecken und Dachwerkshölzer aus jüdischem Besitz.
  • Im Keller des Gebäudes am Benediktsplatz werden jüdische Grabsteine aus dem mittelalterlichen Friedhof im Schaudepot ausgestellt – per Führung zugänglich.

Tipps

  • Der mittelalterliche Steinbau am Benediktsplatz zeigt originale Bauteile wie Portale, Balkendecken und Dachwerkshölzer aus dem Spätmittelalter.
  • Im Schaudepot im Keller werden historische jüdische Grabsteine aus dem mittelalterlichen Friedhof präsentiert und können bei Führungen eingesehen werden.
  • Führungen durch das Steinerne Haus und das Schaudepot finden zu festen Terminen statt und werden von der Wirtschaftsförderung koordiniert.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Steinernes Haus & Schaudepot Erfurt – Kultur-Ausflug

Das Steinerne Haus und Schaudepot in Erfurt ist ein bedeutendes Zeugnis spätmittelalterlicher Baukunst und jüdischer Geschichte. Der Gebäudekomplex am Benediktsplatz beherbergt einen herausragenden Steinbau mit einzigartigen architektonischen Elementen, darunter die original erhaltenen Portale der beiden Hauptgeschosse, eine Geschossbalkendecke, die Westfassade sowie das historische Dachwerk mit seinen Holzbalken. Besonders auffällig ist der originale Treppengiebel, der das spätmittelalterliche Erscheinungsbild des Hauses prägt.

Seit dem späten Mittelalter war das Steinerne Haus Teil des jüdischen Viertels „ante pontem“ in Erfurt. Die Verbindung zur jüdischen Geschichte wird im Keller des Gebäudes lebendig: Hier befindet sich das Schaudepot, das langfristig alle mittelalterlichen Grabsteine vom jüdischen Friedhof aufnehmen soll. Die Exponate sind nur im Rahmen von geführten Besichtigungen zugänglich, die regelmäßig zu festen Terminen angeboten werden. Diese Führungen werden unter Mitwirkung der Wirtschaftsförderung Erfurt organisiert und bieten Einblicke in die kulturelle und religiöse Bedeutung des Ortes.

Das Steinerne Haus gilt als herausragendes Beispiel profaner Baukunst aus der Zeit vor dem 14. Jahrhundert. Seine Substanz und Details spiegeln den Reichtum an handwerklichem Können und architektonischer Vielfalt wider, der für Erfurt typisch war. Besonders die Kombination aus Steinbau und den erhaltenen Holzkonstruktionen macht den Ort zu einem einzigartigen Kulturdenkmal. Die Besichtigung des Schaudepots ermöglicht es, die Spuren der jüdischen Geschichte der Stadt greifbar zu machen – ein zentraler Aspekt der Erfurter Stadtgeschichte.

Der Gebäudekomplex steht in direkter Nachbarschaft zu anderen historischen Stätten Erfurts, etwa dem Petersberg, der als Standort des mittelalterlichen jüdischen Viertels dokumentiert ist. Die Verbindung von Architektur, Geschichte und lokaler Identität macht das Steinerne Haus zu einem faszinierenden Ausflugsziel für Kulturinteressierte. Die geführten Rundgänge bieten dabei nicht nur Wissen über Baugeschichte, sondern auch Einblicke in die lebendige Erinnerungskultur der Stadt.

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