König-Friedrich-August-Turm
Tipps
- Der Turm ist an Wochenenden bei schönem Wetter von 15 bis 17 Uhr geöffnet.
- Eintritt kostet einen Euro, die Aussicht reicht bei klarem Himmel bis Leipzig und zum Fichtelberg.
- Außerhalb der Öffnungszeiten ist eine Besichtigung nach telefonischer Absprache mit dem Geringswalder Funkclub möglich.
Eigenschaften
Über König-Friedrich-August-Turm
Der König-Friedrich-August-Turm ist ein markantes Bauwerk auf der Schillerhöhe nördlich der Stadt Geringswalde im sächsischen Landkreis Mittelsachsen. Auf einer Höhe von 305,5 Metern über Normalhöhennull thront der 25 Meter hohe Turm am östlichen Ende einer denkmalgeschützten Allee entlang der ehemaligen Heeresstraße. Errichtet wurde er aus Naturstein und verputzt, wobei er heute sowohl als historisches Denkmal als auch als beliebter Aussichtspunkt fungiert. Der Turm wurde am 31. August im Rahmen der 675-Jahr-Feier der Stadt eingeweiht und ist seitdem ein Symbol für Geringswalde.
Benannt wurde der Turm nach König Friedrich August III. von Sachsen, der während eines Besuchs seiner Zustimmung zur Namensgebung gab. Die Treppe innerhalb des Turms besteht aus 128 Stufen, die zur Aussichtsplattform führen. Diese Plattform diente früher bei Waldbrandgefahr als Beobachtungspunkt der Feuerwehr und wurde zur Überwachung der umliegenden Regionen bis hin zum Völkerschlachtdenkmal in Leipzig genutzt. In den 1990er Jahren wurde der Turm mit rund 304.000 DM saniert, eine Maßnahme, die mit einem symbolischen Schlüsselübergang am 1. August 1992 an den damaligen Turmwart Manfred Kaiser gefeiert wurde.
Seit Anfang 1999 wird der Turm vom Geringswalder Funkclub e.V. gepachtet. Der Verein nutzte das Bauwerk früher zur Brandwache und Diebstahlsbekämpfung auf den Feldern. Heute ermöglicht er unter anderem nach telefonischer Absprache auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten den Aufstieg. Der Turm gilt als sehr gut saniertes Bauwerk mit einer spannenden und abwechslungsreichen Geschichte. Besucher berichten von einer herrlichen Rundumsicht – bei klarem Wetter reicht der Blick vom Norden bis nach Leipzig und im Süden bis zum Fichtelberg.
Im Jahr 2018 wurde eine weitere Sanierung notwendig, da Witterungsschäden an der Fassade und strukturelle Schwächen der Treppe auftraten. Nach einer aufwendigen Restaurierung, die mehr als 200.000 Euro kostete, ist der Turm seit 2020 wieder vollständig zugänglich. Die Arbeiten sicherten nicht nur die Stabilität des Bauwerks, sondern unterstrichen auch dessen kulturelle und historische Bedeutung für die Region.
Der König-Friedrich-August-Turm ist somit nicht nur ein lohnenswertes Ausflugsziel für Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte, sondern auch ein Zeugnis sächsischer Baukunst und Regionalgeschichte. Seine Lage am höchsten Punkt der Stadtflur von Geringswalde macht ihn zu einem idealen Aussichtspunkt mit einer beeindruckenden Panoramaaussicht über das Umland.