Denkmal/Gedenkstätte

ehemalige Synagoge Germersheim mit Gedenktafel

Oberamtsstraße 12, 76726 Germersheim

Highlights

  • Die ehemalige Synagoge Germersheim entstand im 19. Jh., als die jüdische Gemeinde von 7 auf 93 Mitglieder wuchs.
  • 1892 unterrichtete Lehrer Jacob Rosenbaum acht jüdische Kinder in Germersheim, bis sein Tod 1897 in Wiesenbronn.
  • Gedenktafel erinnert an die jüdische Gemeinde mit Familien wie Baum, Kaufmann oder Rosenbaum seit dem 18. Jh.

Tipps

  • Die Gedenktafel an der ehemaligen Synagoge informiert über die historische Bedeutung der jüdischen Gemeinde und deren Entwicklung ab dem frühen 19. Jahrhundert.
  • Ein Besuch ermöglicht Einblicke in die Geschichte der jüdischen Familiennamen wie Baum, Fleischmann oder Kaufmann, die in Germersheim und Umgebung verbreitet waren.
  • Die Beschreibung der Synagoge und der jüdischen Lehrer wie Jacob Rosenbaum vermittelt Einblicke in das religiöse und schulische Leben der Gemeinde im 19. Jahrhundert.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ehemalige Synagoge Germersheim – Kulturdenkmal entdecken

Die ehemalige Synagoge in Germersheim ist ein bedeutendes historisches Denkmal, das an die jüdische Gemeinde und ihre kulturelle Präsenz in der Stadt erinnert. Die jüdische Gemeinschaft in Germersheim entwickelte sich ab dem frühen 19. Jahrhundert, wobei die Zahl der Familien und Mitglieder zunächst langsam wuchs. Im Laufe des Jahrhunderts stieg die Zahl der jüdischen Familien auf 21, was etwa 93 Mitglieder umfasste.

Die Synagoge selbst war ein zentraler Ort des religiösen und gesellschaftlichen Lebens der jüdischen Gemeinde. Im 19. Jahrhundert unterrichtete Lehrer Jacob Rosenbaum, der 1897 in Wiesenbronn verstarb, die Kinder in Germersheim und Herxheim. Später wurde die Gemeinde zeitweise von einem Lehrer aus Untermerzbach betreut, was die enge Verbindung zu den jüdischen Gemeinden in der Region unterstreicht. Der Synagogenvorstand setzte sich unter anderem aus Persönlichkeiten wie Noe Rosenbaum zusammen, der seit 1904 als Gemeindevorsteher fungierte.

Die ehemalige Synagoge steht heute als stilles Zeugnis der jüdischen Geschichte Germersheims. An ihrem Standort erinnert eine Gedenktafel an die einstige Gemeinde und die Opfer des Holocaust. Die Synagoge war nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein Symbol für das Zusammenleben der verschiedenen Konfessionen in der Stadt. Die Erinnerung an diese Zeit wird durch historische Aufzeichnungen und lokale Berichte bewahrt, die die Bedeutung der jüdischen Kultur in der Region dokumentieren.

Die ehemalige Synagoge Germersheim ist somit ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes der Stadt. Sie bietet Einblicke in die Geschichte der jüdischen Gemeinde, ihre Entwicklung und die Herausforderungen, denen sie im Laufe der Jahrhunderte begegnete. Die Gedenktafel vor Ort dient als Mahnmal und erinnert an die Bedeutung des interreligiösen Dialogs und der Toleranz. Ein Besuch dieses Ortes ermöglicht es, die historische Vielfalt Germersheims zu verstehen und die Spuren der jüdischen Vergangenheit zu würdigen.

Die ehemalige Synagoge steht in enger Verbindung zu anderen jüdischen Gemeinden in der Umgebung, etwa in Gleusdorf, das bis 1909 eine eigene jüdische Gemeinde unterhielt. Dort lebten im 19. Jahrhundert etwa ein Fünftel der Bevölkerung jüdischen Glaubens, mit Familiennamen wie Baum, Fleischmann oder Kaufmann. Diese regionalen Bezüge unterstreichen die Bedeutung Germersheims als Teil eines größeren jahrhundertealten jüdischen Netzwerks im Rheinland-Pfalz.

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