Bärendenkmal
Highlights
- Das Bärendenkmal im Harz erinnert an den letzten in Anhalt erlegten Bären im Jahr 1696.
- Es steht auf dem Ramberg zwischen Friedrichsbrunn und Mägdesprung auf etwa 472 Metern Höhe.
- Der letzte Bär im Harz soll nachweislich 1786 bis 1788 nahe Wernigerode erlegt worden sein.
Eigenschaften
Über Bärendenkmal
Das Bärendenkmal in Gernrode, Sachsen-Anhalt, ist ein eindrucksvolles Kleindenkmal, das an der historischen Stelle des letzten im Fürstentum Anhalt erlegten Bären errichtet wurde. Es befindet sich im Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt, genauer auf dem Ramberg zwischen den Ortsteilen Friedrichsbrunn und Mägdesprung, inmitten eines malerischen Mischwaldes auf rund 472 Metern über NHN. Diese markante Gedenkstätte ist nicht nur ein kulturhistorischer Höhepunkt, sondern auch Teil des beliebten Bärenwegs – einer thematisch angelegten Wanderstrecke durch das Harzvorland.
Der granitene Findling des Bärendenkmals trägt eine grünspanige Kupfertafel mit einer reliefierten Inschrift, die an das traurige Ereignis im späten 17. Jahrhundert erinnert: den Tod des letzten Braunbären im anhaltischen Forstgebiet. Laut Überlieferung soll der letzte Bär entweder von einem Forstlehrling namens Kersten oder im Zuge einer Parforcejagd durch Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg erlegt worden sein. Die Gegend, in der das Denkmal steht, war früher unter dem Namen Bärbuche bekannt und markiert damit symbolträchtig das Aus für eine einst heimische Tierart, die im Laufe der Jahrhunderte durch intensive Bejagung und Lebensraumverlust verschwand.
Das Bärendenkmal ist eng mit der regionalen Geschichte und dem Wappen des Hauses Askanier verknüpft, in dem der Bär als Wappentier eine zentrale Rolle spielt. Albrecht der Bär gilt als Gründer des Fürstentums Anhalt sowie der Mark Brandenburg, weshalb das Tier bis heute ein Symbol für die Region und das Bundesland Sachsen-Anhalt bleibt. Die Gedenkstätte selbst wurde vor 1897 errichtet und war ursprünglich als „Bärstein“ bekannt. Ihre Lage am ehemaligen Fürstenweg unterstreicht die historische Bedeutung des Ortes.
Heute ist das Bärendenkmal nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein beliebtes Etappenziel für Wanderfreunde. Es ist als Stempelstelle 184 in die Harzer Wandernadel integriert, direkt gegenüber des Denkmals am Forstweg. Besucher können den Stempel dort sammeln und ihn ideal mit den benachbarten Stationen HWN 190 und 189 zu einer etwa sechskilometerlangen Rundwanderung kombinieren. Die gut ausgebauten und größtenteils geschotterten Wanderwege machen den Ort leicht zugänglich und laden sowohl zu einer kurzen Rast als auch zu einem Moment des Nachdenkens ein.