Kirche/Kloster

Erlöserkirche

Sarresdorfer Str. 17, 54568 Gerolstein

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Ausflug zur Erlöserkirche in Gerolstein: Sakrale Kultur erkunden

Die evangelische Erlöserkirche in Gerolstein, genauer im Ortsteil Sarresdorf, ist ein bedeutendes sakrals kunsthistorisches Bauwerk der deutschen Kaiserzeit. Errichtet zwischen den Jahren 1907 und 1913, entstand die Kirche auf Initiative des Evangelischen Kirchenbauvereins aus Berlin und wurde maßgeblich aus Mitteln des deutschen Kaisers Wilhelm II. finanziert. Der Entwurf stammt vom renommierten Berliner Architekten Franz Schwechten, der auch für den Bau der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin verantwortlich war. Die Grundsteinlegung erfolgte am Himmelfahrtstag im Jahr 1911, die feierliche Einweihung durch Kaiser Wilhelm II. persönlich fand zwei Jahre später statt.

Die Kirche besticht durch ihren imposanten Neoromanischen Stil und die Verkleidung aus roten Sandsteinquadern. Besonders bemerkenswert ist die kunstvolle Innenausstattung, die sie zu einem seltenen Zeugnis der religiösen Architektur jener Zeit macht. Großflächige Goldmosaiken, Rundbögen und eine zentrale Kuppel prägen das Innere. Die Mosaikarbeiten stammen von den Kirchenmalern Hermann Schaper und Friedrich Schwarting, während die farbige Ausmalung von Ludwig Ziercke stammt. Die Glasfenster wurden von den Brüdern Rudolf und Otto Linnemann in Frankfurt am Main gefertigt und zeigen teils heraldische, teils ornamentale Gestaltung. Ein Kronleuchter in Form eines Reichsapfels ziert die Mitte der Kuppel, umgeben von reich verzierten Engelsdarstellungen.

Die Erlöserkirche war bis 1945 im Besitz der Hohenzollern, wurde danach jedoch der Evangelischen Kirche im Rheinland geschenkt und dient seitdem der evangelischen Gemeinde als Gotteshaus. Im Chorraum befindet sich ein marmornes Brustbild Christi über dem Altar sowie ein historisches Taufbecken mit einer Bibelinschrift. Weitere bemerkenswerte Elemente sind Darstellungen der Ölbergstiftung in Jerusalem, der Auguste-Viktoria-Pfingsthaus-Stiftung in Potsdam sowie Erinnerungsinschriften an die Grundsteinlegung und die Einweihung. Die kunstvolle Gestaltung und die historische Bedeutung machen die Erlöserkirche zu einem lohnenswerten Ausflugsziel im Rahmen kultureller und sakraler Besuche in der Region.

Heute steht die Kirche unter der Trägerschaft des Evangelischen Kirchenkreises Trier und bleibt ein Ort der Andacht sowie ein kulturelles Denkmal von außergewöhnlichem Wert. Ihre architektonische und künstlerische Ausstrahlung zieht nicht nur Gläubige an, sondern auch Interessierte, die sich für die religiöse und künstlerische Baukultur des frühen 20. Jahrhunderts begeistern. Mit ihrer prachtvollen Ausstattung und ihrer tiefen Verwurzelung in der Geschichte der Kaiserzeit ist die Erlöserkirche ein beeindruckendes Zeugnis vergangener Epochen und ein bleibender Hort des Glaubens inmitten der Eifelregion.

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Häufige Fragen zu Erlöserkirche

Wann wurde die Erlöserkirche in Gerolstein erbaut?
Die Erlöserkirche in Gerolstein wurde zwischen 1907 und 1913 erbaut. Die Grundsteinlegung erfolgte am 25. Mai 1911. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wer war der Architekt der Erlöserkirche?
Der Architekt der Erlöserkirche war Franz Schwechten, der auch die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin entworfen hatte. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche besondere Ausstattung hat die Erlöserkirche?
Die Kirche ist mit Goldmosaiken, Rundbögen, einer Kuppel und kunstvollen Glasfenstern ausgestattet. Die Mosaiken stammen von Hermann Schaper und Friedrich Schwarting. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wem gehörte die Erlöserkirche bis 1945?
Bis 1945 gehörte die Erlöserkirche dem Haus Hohenzollern, dem deutschen Kaiser Wilhelm II. wurde sie geschenkt. Danach ging sie an die Evangelische Kirche im Rheinland. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia