Stallmuseum e.V.
Highlights
- Das Stallmuseum e.V. nutzt einen sanierten historischen Schweinestall und ein Gemeindehaus für Kunstausstellungen und Begegnungen seit 2012.
- Ausstellungen zeigen Werke von Bauhaus Dessau, MoMA PS1 New York und Hamburger Bahnhof Berlin sowie lokale Künstler:innen wie Inge Mahn.
- Das Museum fördert Werkstätten für Bildhauer:innen und thematisiert ländliche Räume durch interdisziplinäre Projekte und Ausstellungen.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang über den sanierten ehemaligen Schweinestall ermöglicht einen ungehinderten Besuch der Ausstellungen und Werkstätten.
- Die Kombination aus Stallmuseum und ehemaligem Gemeindehaus bietet zusätzliche Räumlichkeiten für Ausstellungen, Begegnungen und kreative Werkstätten.
- Das Rahmenprogramm zu den wechselnden Ausstellungen umfasst oft Konzerte, Vorträge oder Gemeinschaftsaktivitäten auf dem Gelände oder in den Außenbereichen.
Eigenschaften
Kultur-Ausflug: Stallmuseum Gerswalde
Das Stallmuseum e.V. in Gerswalde ist ein einzigartiger Ort der Kultur und des kreativen Austauschs, der 2012 in einem originalgetreu sanierten historischen Schweinestall entstand. Der Verein nutzt den denkmalgeschützten Raum als Plattform für zeitgenössische Kunst, künstlerische Werkstätten und gemeinschaftliche Begegnungen. Ergänzt wird das Angebot durch das ebenfalls restaurierte ehemalige Gemeindehaus, das als Arbeits-, Ausstellungs- und Begegnungsstätte dient. Beide Gebäude bilden zusammen ein lebendiges Zentrum für künstlerische Initiativen und lokale Projekte.
Das Stallmuseum setzt sich für die Bewahrung und Weiterführung künstlerischer Projekte ein, die eng mit der Region verbunden sind. Hier wurden bereits bedeutende Ausstellungen kuratiert, darunter Kooperationen mit renommierten Institutionen wie dem Bauhaus Dessau, dem K21 Düsseldorf oder dem Hamburger Bahnhof in Berlin. Künstlerische Impulse fließen auch aus internationalen Sammlungen wie der Neuen Nationalgalerie Berlin oder dem Hirshhorn Museum in Washington, wo Werke der Gründerin Inge Mahn vertreten sind. Das Museum verbindet so lokale Geschichte mit globalen künstlerischen Strömungen.
Ein zentrales Anliegen des Vereins ist die Auseinandersetzung mit der Beziehung zwischen Mensch, Natur und ländlichem Raum. In Werkstätten und Ausstellungen werden Fragen nach der Nutzung und Erhaltung von Ökosystemen durch Fauna, Flora und menschliche Aktivitäten erforscht. Die Präsentationen reichen von Skulpturen und Installationen bis hin zu technischen Geräten aus regionalen Sammlungen. Besonders bekannt ist die Ausstellung „Finden: erfinden gefunden“, die Alltagsgegenstände aus dem Dorf mit künstlerischen Interpretationen verband und so eine Brücke zwischen Tradition und Moderne schlug.
Das Stallmuseum lebt von einem vielfältigen Programm, das regelmäßig wechselnde Ausstellungen, Konzerte und öffentliche Veranstaltungen umfasst. Künstler wie Nora Jentzsch oder Wolfgang Krause präsentierten hier ihre Werke, oft begleitet von Konzerten oder geselligen Beisammenheiten auf der Wiese vor dem Stall oder im Gemeindehaus. Die Ausstellungen sind dabei nicht nur reine Präsentationen, sondern laden zum Mitmachen ein – etwa durch Workshops, Lesungen oder gemeinsame Feste. So wird das Museum zu einem Ort der Inspiration und des Dialogs.
Mit einem dynamischen Programm für das Jahr 2025 plant der Verein zwei weitere kuratierte Ausstellungen mit einem umfangreichen Rahmenprogramm. Dabei bleibt das Stallmuseum ein Ort der Experimentierfreude, der künstlerische Prozesse sichtbar macht und gleichzeitig die Besonderheit des ländlichen Raums als Ressource für Kunst und Kultur betont. Ob als Inspiration für Besucher oder als Werkstatt für lokale Künstler:innen – das Stallmuseum in Gerswalde bleibt ein lebendiges Zeichen für kreative Vielfalt und Gemeinschaft.