Denkmal/Gedenkstätte

Ehrenhain

Rosenweg 20, 24214 Gettorf

Highlights

  • Der Ehrenhain in Gettorf wurde am 18. November 1956 eingeweiht und gedenkt der Opfer beider Weltkriege.
  • Das 5 Meter hohe Granitkreuz stammt vom alten Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Holtenauer Schleuse.
  • 17 Granittafeln mit 164 Namen der Kriegsopfer wurden aus den Türmen der ehemaligen Levensauer Hochbrücke übernommen.

Tipps

  • Plastikmüll sollte vor Ort nicht entsorgt werden, um den ehrenden Charakter des Ortes zu wahren.
  • Die verwitterte Tafel 'Historisches Wandern' ist schwer lesbar, ein Hinweis an die Verwaltung kann zur Verbesserung beitragen.
  • Der Ehrenhain wurde am 18.11.1956 eingeweiht, um die Opfer beider Weltkriege zu gedenken.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Ehrenhain

Der Ehrenhain in Gettorf ist eine Gedenkstätte, die zum Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege dient. Die Anlage wurde am Volkstrauertag durch Spenden der Bevölkerung der Gemeinde Gettorf errichtet. Ein zentrales Element bildet ein fünf Meter hohes Granitkreuz, das aus dem Sockel des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Denkmals an der Holtenauer Schleuse stammt. Die 17 Granittafeln mit insgesamt 164 eingemeißelten Namen der Kriegsopfer stammen aus den Türmen der ehemaligen Levensauer Hochbrücke, die in den Jahren 1953 bis 1954 abgebaut wurde.

Die Gedenkstätte liegt im schleswig-holsteinischen Kreis Rendsburg-Eckernförde und erinnert in eindrucksvoller Weise an die Opfer der Kriegszeit. Die Tafeln mit den Namen der Toten sind in den Boden eingelassen und laden zur stillen Reflexion ein. Die schlichte, denkmalgeschützte Anlage vermittelt durch ihre reduzierte Form und die historischen Materialien eine Atmosphäre des Respekts und der Erinnerung. Sie ist Teil des kulturellen und historischen Erbes der Region und wird gelegentlich im Rahmen von Gedenkveranstaltungen oder historischen Rundgängen thematisiert.

Trotz ihrer historischen Bedeutung wird der Ehrenhain nicht ausreichend gepflegt. Mehrere Besucher haben bemängelt, dass Plastikmüll in unmittelbarer Nähe der Gedenkstätte herumliegt und die Tafel „Historisches Wandern“ stark verwittert ist und nur noch schwer lesbar. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass die Wertschätzung für diesen Ort des Erinnerns nicht ausreichend in eine angemessene Pflege umgesetzt wird. Die Anlage verdient mehr Aufmerksamkeit im Umgang mit ihrem kulturellen und erinnerungspolitischen Wert.

Der Standort des Ehrenhains in Gettorf verbindet lokale Geschichte mit überregionaler Relevanz, da sowohl das Granitkreuz als auch die Gedenktafeln aus bedeutenden historischen Bauwerken der Region stammen. Die Tatsache, dass die Anlage aus recycelten Materialien besteht, unterstreicht den bewussten Umgang mit dem kulturellen Erbe nach dem Zweiten Weltkrieg. Dies verdeutlicht, wie die Gemeinschaft damals aktiv an der Bewältigung der Vergangenheit gearbeitet hat.

Die Gedenkstätte Ehrenhain ist ein Ort der Ruhe und des Nachdenkens, der die Erinnerung an die Opfer der Kriege lebendig hält. Angesichts des teilweise schlechten Zustands ist jedoch eine verstärkte Pflege und Wertschätzung dringend geboten, um den Charakter der Stätte als Mahn- und Gedenkort langfristig zu bewahren. Sie bleibt ein wichtiger Bestandteil der lokalen Kultur- und Erinnerungsorte im Kreis Rendsburg-Eckernförde.

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