Foto: Wolfgang Glock / wikimedia /
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St. Albertus-Kirche
Highlights
- Die Kirche wurde vom Architekten Karl Joseph Dicke entworfen und ist als einschiffige Saalkirche mit kelchförmigem Grundriss konzipiert.
- Seit 2026 ist St. Albertus nur noch eine Filialkirche innerhalb der Stadtpfarrei St. Bonifatius Gießen.
Tipps
- Glockengeläut kann besonders morgens sehr laut sein, auf nahegelegene Anwohner achten.
- Kirche ist barrierefrei zugänglich, Rollstuhlfahrer sollten frühzeitig anreisen.
- Führungen sind nur mit Voranmeldung möglich, über Pfarrbüro organisierbar.
Eigenschaften
Kultur und Sakralbau in Gießen: St. Albertus-Kirche entdecken
Die St. Albertus-Kirche in Gießen ist eine römisch-katholische Filialkirche mit einer besonderen Geschichte und architektonischen Eigenständigkeit. Errichtet in den Jahren 1957 und 1958, gilt sie als eine der älteren katholischen Kirchen der Stadt. Sie entstand als Reaktion auf das starke Wachstum der katholischen Gemeinde in der Nachkriegszeit, als viele Gläubige aus Schlesien und dem Sudetenland nach Gießen zogen. Ursprünglich von den Jesuiten initiiert, gründete sich die Pfarrkurie St. Albertus am 5. Juni 1957 und löste sich damit von der Pfarrei St. Bonifatius. Der Kirchenbau begann bereits im Februar 1957, die Grundsteinlegung erfolgte am 3. November desselben Jahres. Die Kirchweihe fand im November 1958 statt. Die Kirche wurde vom Architekten Karl Joseph Dicke entworfen und ist eine einschiffige Saalkirche mit einem Grundriss in Kelchform. Auffallend ist ihre Ausrichtung von Süden nach Norden, bedingt durch ihre Lage an der nördlichen Ringstraße. Die Architektur verbindet schlichte Formen mit funktionalen Räumlichkeiten: Unter dem Kirchenschiff befinden sich ein Gemeindesaal und eine Pfarrbücherei. Zudem verfügt die Kirche über eine Krypta unterhalb des Altarraums sowie eine Kapelle im Erdgeschoss des westlichen Glockenturms. Die Innenausstattung umfasst Bänke für 500 Personen, gefertigt aus brasilianischem Kiefernholz, und eine Bronzestatue des Kirchenpatrons Albertus Magnus, die 2002 von der Künstlerin Gudrun Müsse Florin geschaffen wurde. Die St. Albertus-Kirche hat eine lebendige Gemeindegeschichte. Neben den regelmäßigen Gottesdiensten beherbergte sie über Jahrzehnte verschiedene kirchliche und soziale Einrichtungen. Dazu gehört die 1969 erbaute und 1970 bezogene Kindertagesstätte St. Elisabeth. Zwei Pfadfindergruppen der Katholischen Pfadfinderschaft Europas sowie ein Stamm der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg haben ihre Heimat in St. Albertus gefunden. Bis 1990 versorgten die Jesuiten die Gemeinde pastoral, danach wurde St. Albertus in die Pfarrei des Bistums Mainz integriert. Von 2010 bis 2018 diente die Kirche zudem als Gottesdienststätte der Katholischen Hochschulgemeinde Gießen. Seit dem 1. Januar 2019 ist St. Albertus kirchenrechtlich eine Filialkirche innerhalb der Stadtpfarrei St. Bonifatius Gießen. Infolge struktureller und finanzieller Überlegungen wurde Anfang 2025 beschlossen, den Betrieb der Kirche bis 2027/2028 einzustellen. Diese Entscheidung spiegelt die Herausforderungen wider, vor denen viele ländliche und städtische Kirchengemeinden stehen. Dennoch bleibt St. Albertus ein wichtiger kultureller und sakraler Anlaufpunkt im Gießener Stadtteil, der sowohl architektonisch als auch historisch überzeugt.
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Häufige Fragen zu St. Albertus-Kirche
Wann wurde die St. Albertus-Kirche in Gießen gebaut?
Quelle: wikipedia
Warum wurde die St. Albertus-Kirche gebaut?
Quelle: wikipedia
Welchen Status hat die St. Albertus-Kirche seit 2026?
Quelle: wikipedia
Gibt es in der St. Albertus-Kirche Gottesdienste?
Quelle: website