Denkmal/Gedenkstätte

Bartholomäusfriedhof

Bartholomäus-Friedhof, Weender Landstraße 21, 37073 Göttingen

Highlights

  • Der Bartholomäusfriedhof in Göttingen wurde 1747 außerhalb der Stadtmauern angelegt und beherbergt Gräber bedeutender Persönlichkeiten.
  • Ursprünglich als Armenfriedhof genutzt, entwickelte er sich später zu einer Begräbnisstätte für Wissenschaftler und Künstler.
  • Nach seiner Schließung 1883 fiel der Friedhof in den 1950er Jahren durch Kriegsschäden und Vernachlässigung in einen tiefen Verfall.

Tipps

  • Besuchen Sie den historischen Bartholomäusfriedhof in Göttingen, um die Gräber bedeutender Persönlichkeiten wie Gottfried August Bürger und Georg Christoph Lichtenberg zu sehen.
  • Der Friedhof liegt nördlich der Altstadt an der Weender Straße und ist als Gartendenkmal geschützt.
  • Achten Sie bei einem Besuch auf die historische Stimmung und die prächtigen Grabbauten, die von der Zeit der Aufklärung bis ins 19. Jahrhundert reichen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Bartholomäusfriedhof

Der Bartholomäusfriedhof in Göttingen ist ein historischer Friedhof, der im Jahr 1747 außerhalb der damaligen Stadtmauern angelegt wurde. Ursprünglich als „Neuer Kirchhof“ bezeichnet, diente er zunächst als Begräbnisstätte für weniger wohlhabende Bürger, ehe er im Laufe der Zeit auch von prominenten Persönlichkeiten der Stadt angenommen wurde. Zu diesen zählen unter anderem der Dichter Gottfried August Bürger und der Physiker und Philosoph Georg Christoph Lichtenberg. Der Friedhof erhielt seinen heutigen Namen erst im 19. Jahrhundert und setzte sich im 20. Jahrhundert durch.

Gelegen nördlich der Göttinger Altstadt, befindet sich der Friedhof an der Weender Straße, unweit des Geisteswissenschaftlichen Zentrums der Georg-August-Universität. Das Gelände erstreckt sich zwischen der Weender Straße und dem Maschmühlenweg und umfasst eine Fläche von rund 18.200 Quadratmetern. Es ist als Gartendenkmal geschützt und zeugt noch heute von seiner ursprünglichen Anlage im Geist der Aufklärung, als Friedhöfe aus hygienischen Gründen außerhalb der Stadt errichtet wurden.

Nach seiner Eröffnung wurde der Friedhof 1840 erweitert, um den wachsenden Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden. Mit der Inbetriebnahme eines neuen Stadtfriedhofs im Jahr 1881 verlor der Bartholomäusfriedhof seine Funktion als aktiver Begräbnisort und wurde zwei Jahre später offiziell geschlossen. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Gelände erhebliche Schäden, unter anderem durch Luftangriffe und die Nutzung des Areals zur Unterstellung von Fahrzeugen. Kurz nach Kriegsende erfolgte eine gärtnerische Wiederherstellung, bei der unter anderem Einfriedungsmauern aus Werkstein an der Weender Landstraße und am Maschmühlenweg errichtet wurden, die ursprünglich von einer Kaserne stammten.

Seit seiner Schließung geriet der Bartholomäusfriedhof zunehmend in Verfall. Insbesondere in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fehlte eine Pflege der Grabstätten, wodurch viele Denkmäler stark beschädigt oder zerstört wurden. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden lediglich etwa 185 Grabmale als erhaltenswert registriert. Erst ab 2005 begannen gezielte Sanierungsmaßnahmen, um zumindest die bedeutendsten Ruhestätten vor dem endgültigen Verlust zu bewahren. 2017 wurden an einigen Grabsteinen Restaurierungsarbeiten durchgeführt, um den Zustand langfristig zu stabilisieren.

Bewertungen

4,4 (2) 4.4 aus 2 Bewertungen (Google)

Auf Google

4,4 (2) 4.4 · 2 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…