Butt im Griff
Highlights
- Die Skulptur ‚Butt im Griff‘ entstand 1982 nach einem Ton-Entwurf von Günter Grass für eine Ausstellung.
- Das Werk thematisiert die historische Verbindung Göttingen-Fukushima als Mahnmal für Atomrisiken.
Tipps
- Die Skulptur ‚Butt im Griff‘ thematisiert die historische Verbindung zwischen Göttingen und dem Fukushima-Gedenkstein als Teil einer Ausstellung zu Günter Grass‘ Werk.
- Der Standort liegt in der Nähe des Eulenturms, der als markanter Aussichtspunkt und historisches Wahrzeichen der Stadt dient.
- Die Installation verbindet literarische und politische Bezüge durch die Darstellung von Fisch und Hand, was auf Grass‘ künstlerische Auseinandersetzung mit Verantwortung verweist.
Eigenschaften
Butt im Griff – Kulturdenkmal in Göttingen entdecken
In Göttingen erhebt sich mit *„Butt im Griff“* eine der bekanntesten und provokantesten Skulpturen der Stadt – ein Werk, das durch seine unmissverständliche Botschaft und künstlerische Radikalität besticht. Die Installation, geschaffen nach einem Ton-Entwurf von Günter Grass aus den 1980er-Jahren, gehört zu den markanten Werken des berühmten Schriftstellers und Malers.
Die Skulptur zeigt einen nackten, muskulösen Mann, der einen gewaltigen, phallusartigen Gegenstand umklammert – ein Symbol, das auf den ersten Blick als grotesk und unangenehm empfunden wird. Doch hinter dieser scheinbaren Provokation verbirgt sich eine tiefere Aussage: Grass thematisiert damit die Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern, aber auch die allgemeine Abhängigkeit des Menschen von äußeren Kräften. Die Installation wurde im Rahmen einer Ausstellung über Grass’ Werk präsentiert und löste damals wie heute polarisierende Reaktionen aus.
Der Standort in Göttingen, einer Stadt mit starkem akademischem und intellektuellem Profil, unterstreicht den Bezug zur künstlerischen und politischen Tradition der Region. In der Nähe finden sich weitere Gedenkstätten und Denkmäler, die an das historische Gedächtnis der Stadt erinnern – etwa das Gauß-Weber-Denkmal oder das Tropenholz-Mahnmal. Doch *„Butt im Griff“* hebt sich durch seine direkte, fast schon vulgäre Sprache von diesen eher symbolträchtigen Werken ab. Sie fordert den Betrachter heraus, sich mit den eigenen Vorstellungen von Scham, Kontrolle und Freiheit auseinanderzusetzen.
Mit einer Bewertung von 4,8 von 5 Sternen (basierend auf den verfügbaren Daten) gilt die Skulptur als einer der beliebtesten und diskutiertesten Orte für Kunstinteressierte und Neugierige. Sie zeigt, wie Grass’ Werk selbst nach Jahrzehnten weiterhin fasziniert – nicht nur als künstlerisches Statement, sondern auch als Spiegel gesellschaftlicher Debatten. Wer die Skulptur besucht, wird mit einer Arbeit konfrontiert, die keine Antworten gibt, sondern Fragen stellt und zum Nachdenken anregt.