Denkmal/Gedenkstätte

Eckmann-Speicher

24103 Kiel

Highlights

  • Der Eckmannspeicher in Kiel wurde 1923–1925 vom Architekten Ernst Stoffers erbaut.
  • Das Backsteingebäude an der Kaistraße 33 ist seit 1979 unter Denkmalschutz gestellt.
  • Heute dient das Gebäude als Hafen-Terminal mit Büroräumen und Veranstaltungsräumen.

Tipps

  • Das Eckmann-Speicher-Gebäude ist ein historisches Denkmal direkt am Kieler Hafen, errichtet zwischen 1923 und 1925.
  • Heute dient es unter anderem als Veranstaltungsraum und ist Teil des modernen Hafenbetriebs.
  • Zugang nur nach vorheriger Anmeldung, da es sich um ein aktives Hafengebiet handelt.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Eckmann-Speicher

Der Eckmann-Speicher in Kiel ist ein denkmalgeschütztes Hafengebäude, das sich an der Kaistraße direkt am Kieler Hafen befindet. Errichtet wurde das Backsteingebäude in den Jahren 1923 bis 1925 durch den Architekten Ernst Stoffers für die Firma August Eckmann GmbH. Ursprünglich als Kornspeicher am damaligen Bollhörnkai konzipiert, zeigt das Gebäude mit seinem steilen Walmdach und den Stufengiebeln deutliche Einflüsse der hanseatischen Architekturtradition des norddeutschen Kaufmannshauses. Diese Formensprache war bis in die 1920er Jahre durch die Heimatschutzbewegung geprägt.

Das Gebäude war über Jahrzehnte für klassische Speicheraufgaben im Hafenbetrieb genutzt worden. In den 1970er Jahren plante die Stadt Kiel zunächst den Abriss des Eckmann-Speichers im Zuge einer Hafenerweiterung. Aufgrund seines kulturhistorischen Werts wurde es jedoch 1979 unter Denkmalschutz gestellt – ein Status, der 1983 auch gerichtlich bestätigt wurde. In den folgenden Jahren erfolgte eine Umnutzung: Auf vier Etagen entstanden Büroräume sowie Lager für Hafenausrüstung. Langjährige Nutzer des Gebäudes waren unter anderem der maritime Verlag Rolf Kelling-Eischeid sowie der Verein Segelschiff Thor Heyerdahl e. V.

In den Jahren 2010 und 2011 wurde der Hafenbereich im Zuge der Ausweitung der Güterumschläge durch die Reederei Stena Line umstrukturiert. Der Kaibereich, in dem sich der Eckmann-Speicher befindet, wurde zu einem Kombiterminal umgebaut, das heute nicht mehr öffentlich zugänglich ist. Zugang zum Gebäude ist nur noch nach vorheriger Anmeldung möglich. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen erfolgte 2011 bis 2012 eine umfassende Restaurierung der Fassade. Zudem wurde das Gebäude energetisch saniert und innenräumlich an die Bedürfnisse des modernen Hafenbetriebs angepasst. Heute dienen zwei Etagen als Bürobereich für das Personal des Terminals, während das Dachgeschoss gelegentlich für exklusive Veranstaltungen genutzt wird.

Der Eckmann-Speicher steht unter der Objektnummer 3210 in der Denkmalliste der Landeshauptstadt Kiel. Gäste loben das Gebäude für seine architektonische Ausstrahlung, die sich deutlich von der modernen Umgebung abhebt. An der Außenfassade ist zeitweise eine Bildinstallation des Künstlers Werner Krömeke zu sehen. Obwohl einige Besucher den Speicher als freistehendes Bauwerk am Wasser wahrnehmen, ohne besondere Attraktivität, wird seine historische Bedeutung innerhalb des Kieler Hafens gewürdigt. Mit einem Bewertungsschnitt von 4,3 von 5 Sternen spiegelt die öffentliche Wahrnehmung den kulturellen wie architektonischen Wert des Eckmann-Speichers wider.

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