Kirche/Kloster

Ev. Petruskirche Gießen

Wartweg 9, 35392 Gießen

Highlights

  • Die Petruskirche in Gießen wurde 1960–1962 nach Plänen von Alfred Schild erbaut.
  • Sie ist ein hessisches Kulturdenkmal mit barrierefreiem Zugang und moderner Architektur.
  • Die Kirche verfügt über eine Orgel, Buntglasfenster und ein achtseitiges Taufbecken.

Tipps

  • Die evangelische Petruskirche in Gießen ist barrierefrei zugänglich, verfügt über einen Rollstuhlfahrern geeigneten Parkplatz sowie behindertengerechte Eingänge und Toiletten.
  • Die Kirche wurde 1962 nach Entwürfen des Architekten Alfred Schild erbaut und ist aufgrund ihrer künstlerischen und kirchengeschichtlichen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt.
  • Regelmäßig finden in der Gemeinde Konzerte, Workshops und soziale Veranstaltungen statt, die Besucher aller Altersgruppen ansprechen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Ev. Petruskirche Gießen

Die Ev. Petruskirche in Gießen ist eine evangelische Kirche im Stadtzentrum und zählt aufgrund ihrer künstlerischen und kirchengeschichtlichen Bedeutung zu den hessischen Kulturdenkmälern. Der Kirchbau entstand in den frühen 1960er Jahren nach Entwürfen des Architekten Alfred Schild und gilt als beeindruckendes Beispiel moderner Sakralarchitektur. Die Kirche wurde nach Plänen errichtet, die zunächst als zu groß galten, aber letztendlich in einem überarbeiteten Entwurf umgesetzt wurden. Der Bau begann mit den ersten Arbeiten und führte schließlich zur Einweihung einige Jahre später. Besondere Elemente wie Altarkreuz, Orgel, Lesepult und Glocken entstanden durch Spenden der Gemeinde.

Architektonisch präsentiert sich die Petruskirche mit einer flachgedeckten, parabelförmigen Grundstruktur und ist nach Ost-Nordost ausgerichtet. Die Westfassade wirkt durch ihre massive Gestaltung und die kleinen Buntglasfenster im nördlichen Bereich monumental und zurückhaltend. Die Außenwände bestehen aus Stahlbeton und sind mit Natursteinquadern verkleidet. Die Kirchenräume werden seitlich durch Fensterbänder erhellt, während im Norden ein hoher Glockenturm steht, der über einen Zwischenbau erreichbar ist. Im Inneren überzeugt die Kirche durch eine hölzerne Flachdecke, eine Betonempore und kunstvolle Ausstattungselemente, darunter ein Altar aus Rosenquarz und ein achtseitiges Taufbecken mit Goldsprengseln im Boden.

Die Innenausstattung vereint moderne Formensprache mit spirituellen Symbolen. Der Altarbereich ist um drei Stufen erhöht, die Kanzel erscheint als massiver Steinquader mit einer kreuzförmig gestalteten Front. Ein Lebensband aus Stein verbindet sich mit einem Bibelvers aus Psalm 121 in der Wandverzierung. Die Orgel befindet sich auf der Empore, und das Gestühl ist schlicht und funktional gehalten. Die Kirche verfügt über barrierefreie Zugänge, einen rollstuhlgerechten Parkplatz sowie eine behindertengerechte Toilette, was sie für alle Besucher zugänglich macht. Die Gemeinde engagiert sich nicht nur im Gottesdienst, sondern auch in sozialen und kulturellen Projekten, die das Gemeinschaftsleben fördern.

Die Petruskirche ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch kultureller Mittelpunkt. Veranstaltungen wie Konzerte des Kammerchor Klangfarben unterstreichen die akustische und architektonische Qualität des Raumes. Die Atmosphäre wird dabei von einer herzlichen Gemeinschaft geprägt, die sowohl langjährige Mitglieder als auch neue Besucher einlädt. Die Kirche steht für Offenheit, Inklusion und aktive Teilhabe – sowohl im religiösen als auch im gesellschaftlichen Sinne.

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