Galerie

Kunstsammlung der Universität

Weender Landstraße 2, 37073 Göttingen

Highlights

  • Die Sammlung umfasst Meisterwerke von Dürer, Botticelli, Rembrandt, Goya und moderner Künstler wie Nolde, Beckmann sowie Modersohn-Becker.
  • Rollstuhlgerechter Zugang und WC ermöglichen barrierefreien Besuch der im Alten Auditorium ausgestellten Gemäldegalerie seit 2011.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch der Ausstellung ohne Barrieren.
  • Die Online-Bestände auf dem Sammlungsportal bieten detaillierte Einblicke in die Werke und deren historische Kontexte.
  • Die Ausstellung thematisiert Einsamkeit in verschiedenen Naturlandschaften und historischen Kontexten durch ausgewählte Kunstwerke.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunstsammlung Göttingen: Kultur-Ausflug in der Uni-Galerie

Die Kunstsammlung der Universität Göttingen zählt zu den bedeutendsten künstlerischen Beständen im Herzen Niedersachsens und bietet einen faszinierenden Einblick in die europäische Kunstgeschichte. Gegründet bereits im Jahr 1736 durch die großzügige Schenkung des Frankfurter Patriziers Johann Friedrich Armand von Uffenbach, wurde die Sammlung von Anfang an als Bildungsinstrument für Studierende konzipiert. Ihr Kernbestand umfasst herausragende Werke von Meisterhand wie Gemälde von Albrecht Dürer, Sandro Botticelli, Rembrandt van Rijn und Francisco Goya, die neben zeitgenössischen Positionen der Moderne – etwa von Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann oder Otto Modersohn – die Bandbreite der Sammlung prägen.

Besonders wertvoll ist der grafische Bestand, der durch die systematische Erfassung von Uffenbachs Nachlass und spätere Ergänzungen wie die Dürer-Blätter zu einem Schatz für die kunsthistorische Forschung wurde. Die Sammlung umfasst zudem Skulpturen und Zeichnungen, die nicht nur stilistische Entwicklungen, sondern auch technische Meisterleistungen vergangener Epochen dokumentieren. Seit ihrer Umzug in das Alte Auditorium – einem historischen Gebäude nahe dem Theaterplatz – ist sie seit 2011 in modernisierten Ausstellungsräumen für die Öffentlichkeit zugänglich, wobei Barrierefreiheit durch rollstuhlgerechten Zugang und Sanitäranlagen gewährleistet wird.

Ein besonderes Merkmal der Sammlung ist ihre enge Verbindung zur akademischen Lehre: Studierende gestalten hier selbst Ausstellungen, etwa zur Thematik der „Naturräume der Einsamkeit“, die von urbanen Motiven bis zu isolierten Landschaften reicht. Diese Ausstellung knüpft an die christliche Tradition des eremitischen Rückzugs an und zeigt Werke von Künstlern wie Hendrick Goltzius oder Jan Sadeler. Die Sammlung wurde stets als öffentliche Aufgabe verstanden – bereits 1736 war ihre Nutzung für die „Bildung des Geschmacks“ vorgesehen, wie es der erste Kurator Johann Dominik Fiorillo 1805 in seinem Katalog formulierte.

Durch Stiftungen wie die des Philosophen Wilhelm Dilthey oder des Kunsthistorikers Wolfgang Stechow – dessen Sammlung nach seiner Emigration 1936 der Universität vermacht wurde – wuchs der Bestand insbesondere im Bereich der italienischen Malerei. Heute dient die Sammlung nicht nur der Forschung, sondern auch der Vermittlung: Über das digitale Sammlungsportal können Interessierte die Bestände einsehen, während wechselnde Ausstellungen aktuelle Perspektiven auf die Werke eröffnen. Damit vereint die Kunstsammlung Göttingen historische Tiefe mit lebendiger Gegenwart – ein einzigartiges Erlebnis für Kunstliebhaber und Studierende gleichermaßen.

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