Mathematikum
Highlights
- Das Mathematikum in Gießen ist das erste mathematische Mitmachmuseum der Welt.
- Es bietet über 200 Experimentierstationen zum Anfassen und Begreifen mathematischer Phänomene.
- Gegründet wurde es 2002 im ehemaligen Hauptzollamt durch Albrecht Beutelspacher.
Tipps
- Das Mathematikum in Gießen ist das erste Mitmachmuseum für Mathematik weltweit und lädt zum Anfassen und Ausprobieren ein.
- Rund 200 Exponate machen mathematische Phänomene spielerisch begreifbar – ideal für alle Altersgruppen.
- Aktuelle Sonderausstellungen und Veranstaltungen wie mathematische Stadtführungen ergänzen das Erlebnis.
Eigenschaften
Über Mathematikum
Das Mathematikum in Gießen ist das erste mathematische Mitmachmuseum der Welt und zählt zu den besonderen Kultur- und Bildungsorten in Hessen. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2002 begeistert es Besucherinnen und Besucher jeden Alters mit interaktiven Exponaten, die Mathematik anschaulich und greifbar machen. Die rund 200 Experimentierstationen laden dazu ein, selbst zu entdecken, zu tüfteln und zu staunen – etwa beim Knobeln an Denkspielen, beim Bauen von Brücken oder beim Erleben optischer Phänomene in riesigen Seifenhäuten. Das Motto „Mathematik zum Anfassen“ steht dabei im Zentrum der pädagogischen Philosophie des Hauses.
Das Museum befindet sich in einem historischen Gebäude im Stadtzentrum von Gießen, im ehemaligen Hauptzollamt. Die Räumlichkeiten bieten nicht nur Platz für die ständige Ausstellung, sondern beherbergen auch wechselnde Sonderausstellungen sowie Veranstaltungsräume. Neben der Hauptausstellung gibt es seit 2009 das Mini-Mathematikum, eine spezielle Abteilung für jüngere Besucher ab drei Jahren. Hier können Kinder spielerisch erste mathematische Erfahrungen sammeln. Regelmäßig finden außerdem Workshops, Vorträge und Führungen statt, die das Angebot des Hauses ergänzen und vertiefen.
Das Konzept des Mathematikums basiert auf der Idee, mathematische Zusammenhänge ohne Formeln oder abstrakte Theorie erfahrbar zu machen. Durch eigenes Ausprobieren und aktives Mitmachen entsteht ein intuitives Verständnis für geometrische Formen, logische Strukturen oder physikalische Prinzipien. So wird etwa die Leonardo-Brücke aus Holzstäben nachgebaut, Spiegel zeigen ungewöhnliche geometrische Effekte, und Besucher können sich in riesige Seifenhäute hineinstellen. Diese sinnliche Herangehensweise macht Mathematik für viele Menschen erstmals begreifbar – und damit auch liebenswert.
Die Geschichte des Mathematikums reicht zurück bis in die 1990er Jahre, als der Mathematikdidaktiker Albrecht Beutelspacher an der Justus-Liebig-Universität Gießen mit Studierenden erste Modelle zum Anfassen entwickelte. Aus diesen Anfängen entstand zunächst eine Wanderausstellung, bevor der Plan für ein festes Museum in Gießen Wirklichkeit wurde. Unterstützt durch die Stadt Gießen und private Förderer entstand so ein Ort, der mittlerweile weit über die Region hinaus bekannt ist. Über eine Million Besucher haben das Haus bereits besucht, darunter auch prominentes Publikum wie die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Das Mathematikum richtet sich an alle Altersgruppen und Bildungsstände und ist damit ein idealer Ausflugsort für Familien, Schulklassen, Kitas sowie Erwachsene. Es bietet spezielle Angebote für Lehrkräfte, Pädagogen und Gruppen und trägt mit seiner einzigartigen Herangehensweise zur mathematischen Bildung bei. Mit seinem klaren Fokus auf Interaktivität, Experimentierfreude und lebenslangem Lernen hat das Mathematikum in Gießen einen festen Platz in der deutschen Museumslandschaft eingenommen.