Kirche/Kloster

Neue Arbeit Brockensammlung

Calsowstraße 1, 37085 Göttingen

Highlights

  • Seit 1987 bietet die Neue Arbeit Brockensammlung in Göttingen Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose und Flüchtlinge durch handwerkliche und verwertende Tätigkeiten.
  • Die Einrichtung fördert seit über 40 Jahren Integration durch Qualifizierung in Handwerk (Tischlerei, Malerei) und Büroberufen – mit Fokus auf nachhaltige Beschäftigung.

Tipps

  • Die Sammlung zeigt die Verbindung von kirchlicher Tradition und praktischer Arbeitsförderung durch die Wiederverwertung gebrauchter Gegenstände und berufliche Qualifizierung.
  • Einige Bereiche der Einrichtung präsentieren handwerkliche und kaufmännische Ausbildungswege, die seit den 1990er-Jahren für langzeitarbeitslose Menschen angeboten werden.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Brockensammlung Göttingen: Sakrale Schätze entdecken

Die Neue Arbeit Brockensammlung in Göttingen ist eine diakonische Einrichtung der evangelischen Kirche, die seit über vier Jahrzehnten Menschen mit Langzeitarbeitslosigkeit oder Migrationshintergrund durch Arbeit und Qualifizierung unterstützt. Als Teil des Kirchenkreises Göttingen-Münden verbindet sie soziale Verantwortung mit handwerklicher und beruflicher Förderung – inspiriert von der Tradition der „Brockensammlung“, die bereits vor dem Ersten Weltkrieg als Sammelstelle für gebrauchte Gegenstände entstand.

Der Name „Brockensammlung“ geht auf eine biblische Speisungsgeschichte zurück, die hier symbolisch auf die Wiederverwertung von Ressourcen übertragen wird. Ursprünglich sammelte der Evangelische Frauenverein in Göttingen nutzlose Gegenstände, um sie zu recyceln. Diese Idee wurde später von der Straßensozialarbeit aufgegriffen und entwickelte sich in den 1980er Jahren zur heutigen Einrichtung. Heute steht der Name nicht nur für die Wiederverwertung von Materialien, sondern auch für die Chance, Menschen durch Arbeit eine Perspektive zu geben.

Seit ihrer Gründung bietet die Neue Arbeit Brockensammlung praktische Berufsausbildungen an, darunter Tischler- und Malerhandwerk sowie Büro- und Einzelhandelskaufmann. Durch eigene Werkstätten wie eine Tischlerei, eine ehemalige Elektrowerkstatt (bis 1994) und einen Malerbetrieb werden langzeitarbeitslose Menschen gefördert. Die Einrichtung ist fest in die diakonische Arbeit des Kirchenkreises eingebunden und setzt sich für die Integration in den Arbeitsmarkt ein – auch nach der Einführung der Hartz-IV-Gesetzgebung.

Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist die Verwertung gesammelter Materialien, die in Recyclingunternehmen weiterverarbeitet werden. Die Brockensammlung ist damit nicht nur ein soziales Projekt, sondern auch ein Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften. Durch die Kombination aus handwerklicher Praxis und sozialer Begleitung schafft sie Brücken zwischen Menschen und Ressourcen – im Sinne einer diakonischen Kirche, die both Hilfe und Hoffnung bietet.

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