Kirche/Kloster

St.-Marien-Kirche zu Waase

Am Focker Strom 17, 18569 Ummanz

Highlights

  • Die St.-Marien-Kirche in Waase ist die einzige Kirche auf der Insel Ummanz und wurde erstmals 1322 erwähnt.
  • Das Gebäude ist eine Basilika mit Fachwerk-Architektur und datiert dendrochronologisch auf das Jahr 1381.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St.-Marien-Kirche zu Waase

Die St.-Marien-Kirche zu Waase befindet sich auf der Insel Ummanz im Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern und ist die einzige Kirche auf der Insel. Sie wurde erstmals im Jahr 1322 urkundlich erwähnt und fungierte damals als selbständige Pfarrstelle. Die Kirche gehört heute zur evangelischen Kirchengemeinde Gingst und ist seit 2012 Teil der Propstei Stralsund innerhalb der Pommerschen Evangelischen Kirche.

Architektonisch stellt die St.-Marien-Kirche eine Basilika dar, deren schmale Seitenschiffe fensterlos sind. Das Langhaus wird durch bandförmige Obergadenfenster erhellt. Arkaden und Hochschiffswände bestehen aus Eichenholz-Fachwerk mit Ziegelstein-Ausfachung, das dendrochronologisch auf das Jahr 1381 datiert wurde. Die Außenwände der Seitenschiffe sowie der um 1500 entstandene Westgiebel sind massiv aus Backstein erbaut. Über dem Westgiebel erhebt sich ein hölzerner Giebelreiter mit Zwiebelhaube. Südwestlich der Kirche steht ein breitgelagerter Glockenstuhl mit Zeltdach, der als freistehender Bau besonders auffällt.

Die Innenausstattung beherbergt mehrere wertvolle Kunstwerke. Ein besonderes Highlight ist das Antwerpener Retabel, ein spätgotisches Wandelretabel aus etwa 1520. Es zeigt Szenen aus der Passionsgeschichte sowie aus dem Leben des Thomas Becket. Weitere bemerkenswerte Objekte sind das spätgotische Triumphkreuz aus dem Jahr 1500, der Sakramentschrein an der Ostwand, ein Bronzeleuchter vor dem Chorbogen sowie die Renaissancekanzel aus dem Jahr 1572. Die Orgel stammt ursprünglich aus dem Jahr 1790 und wurde später umgebaut.

Die Kirche hat mehrere Brände und Stürme überstanden, darunter einen Blitzschlag im Jahr 1699 und einen Orkan vier Jahre später, die erhebliche Schäden verursachten. Nach einem weiteren Großbrand im Jahr 1726 wurde sie dank Spenden und dem Engagement des Präpositus Johannes Buschmann ab 1729 wieder aufgebaut. Seit 2000 wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt, unter anderem am Chordach, den Fenstern und Portalen. Der marode Dachstuhl wird seit 2017 schrittweise erneuert.

Die St.-Marien-Kirche ist ein bedeutendes sakralkulturelles Denkmal der Region. Sie ist bei Besucherinnen und Besuchern beliebt, auch wenn sie nicht immer geöffnet ist. Der umliegende Friedhof und die Vogelkolonien in den Bäumen rund um das Gelände tragen zur Atmosphäre des Ortes bei. Die Kirche gilt als eine der sehenswertesten Dorfkirchen Vorpommerns und lädt zur Besinnung und Besichtigung ein.

Bewertungen

3,9 (71) 3.9 aus 71 Bewertungen (Google)

Auf Google

3,9 (71) 3.9 · 71 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…