Kirchheller Heide und Hilsfelder Wald
Highlights
- Es liegt nordwestlich der Bottroper Kernstadt und wird vom Schwarzbach und Rotbach durchflossen.
- Das Gebiet ist seit 1933 unter Naturschutz und Teil eines zusammenhängenden Systems von Naturschutzgebieten im Ruhrgebiet.
Tipps
- Für Spaziergänge und Radtouren eignet sich die Kirchheller Heide besonders gut, da das Naturschutzgebiet weitläufig ist und zahlreiche markierte Wege bietet.
- Ein Besuch lohnt sich auch für die nahegelegenen Seen, die zur Erholung und Entspannung einladen.
- Hunde sind in weiten Teilen des Gebiets nur angeleint erlaubt, was bei der Planung berücksichtigt werden sollte.
Eigenschaften
Über Kirchheller Heide und Hilsfelder Wald
Das Naturschutzgebiet „Kirchheller Heide und Hilsfelder Wald“ befindet sich im westlichen Teil der kreisfreien Stadt Bottrop im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Es liegt nordwestlich des Bottroper Stadtzentrums und grenzt im Osten an den Stadtteil Kirchhellen. Das rund 171,6 Hektar große Areal erstreckt sich entlang der Flusslandschaften des Schwarzbachs im Norden und des Rotbachs im Süden, die wichtige natürliche Lebensräume durchziehen. Im direkten Umfeld befinden sich weitere Naturschutzgebiete, darunter das angrenzende „Hiesfelder Wald“-Gebiet auf dem Stadtgebiet von Oberhausen sowie Teile der Kirchheller Heide auf Bottroper und Dinslaker Flur.
Das Landschaftsschutzgebiet wurde bereits in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts unter Naturschutz gestellt. Ziel des Schutzes ist es, ein vielfältiges Biotopgeflecht aus Heideflächen, Zwischenmoor, naturnahen Laubwäldern und Gewässerlebensräumen langfristig zu erhalten und ökologisch zu fördern. Diese Flächen sind Teil eines größeren Netzes von Schutzgebieten und tragen zur Artenvielfalt und zur ökologischen Stabilität der Region bei. Die Landschaft zeichnet sich durch ihre natürliche Vielfalt aus, darunter feuchte Auenwälder, Moore und extensive Heideflächen, die von verschiedenen Tier- und Pflanzenarten besiedelt werden.
Das Gelände ist besonders für Naherholungszwecke von großer Bedeutung. Wanderer, Spaziergänger und Radfahrer finden hier ein weitläufiges und abwechslungsreiches Terrain vor, das sowohl zur Erholung als auch zur Beobachtung der regionalen Natur einlädt. Neben markierten Wegen für Fußgänger und Radfahrer gibt es auch Reitwege. Besucher berichten von entspannten Spaziergängen und Fahrradtouren, die durch ruhige Wald- und Heideabschnitte führen. Teilweise sind Hunde erlaubt, müssen jedoch meist angeleint bleiben. Auch Seen im Gebiet, wie der Heidesee, tragen zur landschaftlichen Vielfalt bei und bieten zusätzliche Erholungsmöglichkeiten.
Das Naturschutzgebiet ist Teil des umfangreicheren Naturraums der Niederrheinischen Sandplatten und damit landschaftlich in eine Region eingebettet, die durch sandige Böden und naturnahe Wald- und Heideflächen geprägt ist. Die geografische Lage zwischen den Flüssen Rotbach und Schwarzbach fördert die Entwicklung feuchter Lebensräume, die von Erlenwäldern und Mooren geprägt sind. Diese natürlichen Wasserläufe tragen zur ökologischen Vernetzung innerhalb der Region bei und dienen als Lebensraum für verschiedene Tierarten, darunter auch seltene Vogel- und Amphibienarten.