Burg/Schloss

Schloss Hohenholz

Dorfstraße 7, 17326 Krackow-Hohenholz

Highlights

  • Zwei Herrenhäuser – ‚altes‘ und ‚neues Schloss‘ – entstanden im 19. Jh. für die Grafen von Eickstedt-Peterswald.
  • Das ‚Neue Schloss‘ ist ein zweigeschossiger neobarocker Putzbau aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang zum Gelände ermöglicht einen ungehinderten Besuch für alle Besuchergruppen.
  • Im historischen Saal der ehemaligen Dorfschule finden sich originale Elemente wie der alte Klassenraum mit originaler Ausstattung.
  • Die beiden Herrenhäuser im Ort bieten Einblicke in die Architektur des 19. Jahrhunderts und die Geschichte der Adelsfamilie von Eickstedt-Peterswald.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Burg Hohenholz Krackow-Hohenholz entdecken

Das Schloss Hohenholz in dem malerischen Ort Krackow-Hohenholz ist ein historisches Juwel, das tief in der regionalen Geschichte verwurzelt ist. Ursprünglich als Rittergut angelegt, entwickelte sich der Ort im Laufe der Jahrhunderte zu einem beschaulichen Dorf mit architektonischen Besonderheiten. Besonders prägend sind die beiden Herrenhäuser, die heute als „altes“ und „neues Schloss“ bezeichnet werden. Beide wurden für die Adelsfamilie der Grafen von Eickstedt-Peterswald errichtet und spiegeln den Reichtum und Einfluss der Region wider.

Das „Neue Schloss“ besticht durch seinen neobarocken Putzbau, der im ausgehenden 19. Jahrhundert entstand. Der zweigeschossige Bau mit seinen klassizistischen Formen steht als Zeugnis des historischen Wohnkomforts der Grafenfamilie. Obwohl die Gebäude heute teilweise verfallen wirken, verströmen sie eine besondere Atmosphäre – ein Relikt vergangener Pracht, das an die Zeit der lokalen Aristokratie erinnert. Die Umgebung, geprägt von der Nähe zum „Randowbruch“, einem moorartigen Gebiet an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern, verleiht dem Ort eine einzigartige Naturkulisse.

Direkt gegenüber dem Schloss befindet sich ein weiteres historisches Gebäude: das ehemalige Pfarrhaus, das nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer Dorfschule umgebaut wurde. Der heutige Saal war einst ein Klassenzimmer, in dem drei Klassen gleichzeitig unterrichtet wurden. Die sorgfältige Renovierung bewahrt bis heute die Spuren dieser Nutzung – ein seltenes Beispiel für den Wandel von Sakral- zu Bildungsraum. Die Kombination aus Schlossarchitektur und schulischer Geschichte macht Hohenholz zu einem faszinierenden Ort der regionalen Identität.

Wer sich für Geschichte und ländliche Kultur interessiert, findet in Krackow-Hohenholz mehr als nur ein verfallenes Herrenhaus. Die Nähe zur Uckermark und die Verbindung von Adelsgeschichte mit bäuerlichem Leben schaffen eine besondere Atmosphäre. Obwohl das Schloss heute nicht öffentlich zugänglich ist, lädt die Umgebung zu Spaziergängen ein – etwa entlang der alten Dorfstraßen oder durch die stillen Wälder der Umgebung. Ein Ausflug hierher ist ein Stück Zeitreise in eine vergessene Welt der brandenburgisch-mecklenburgischen Geschichte.

Mit seiner Mischung aus verfallener Pracht, historischer Schule und der malerischen Landschaft ist das Schloss Hohenholz ein verstecktes Juwel für Geschichtsinteressierte und Romantiker. Die beiden Herrenhäuser stehen als stumme Zeugen vergangener Epochen – ein Ort, der zum Verweilen und Träumen einlädt. Wer die ruhige Seite der Region erkunden möchte, findet hier ein Stück authentische Geschichte, fernab des Massentourismus.

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