Galerie

Augsburg Contemporary

Bergstraße 11, 73571 Göggingen

Highlights

  • Augsburg Contemporary zeigt seit 2013 Werke von Barbara Herold & Florian Huth, die Natur als digital transformiertes Terrain erforschen.
  • Die Galerie präsentiert aktuelle Gruppenausstellungen wie ‚BITTER SWEET‘, die Körperlichkeit zwischen Sinnlichkeit und gesellschaftlicher Deutung thematisieren.
  • Esther Zahels ‚Leere Hüllen fallen‘ nutzt den Innenraum als räumliche Metapher für transitorische Zustände.

Tipps

  • Die Installation *light-soaked* von Inge Gutbrod nutzt durchgefärbte Wachsröhren, deren farbige Leuchtkraft den Ausstellungsraum in ein gleichmäßiges, atmosphärisches Licht taucht.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Augsburg Contemporary – Kunstgalerie Göggingen

Das Augsburg Contemporary in Göggingen ist eine lebendige Kunstgalerie, die sich als Ort der Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Fragestellungen etabliert hat. Hier verschmelzen künstlerische Positionen mit gesellschaftlichen Reflexionen, wobei die Ausstellungen oft Spannungsfelder zwischen Natur und Künstlichkeit, Körperlichkeit und gesellschaftlichen Zuschreibungen erkunden. Besonders die Zusammenarbeit von Barbara Herold und Florian Huth steht im Mittelpunkt: Seit Jahren widmen sie sich der Frage, wie sich Natur im digitalen Zeitalter verändert – durch Vermessung, Datenerfassung und die Transformation dreidimensionaler Strukturen in zweidimensionale Bildwelten.

Die aktuelle Ausstellung „Organic Feeling Terrain“ versammelt exemplarische Arbeiten der Künstler:innen, die zwischen Dokumentation, Archivierung und künstlerischer Neukonstruktion oszillieren. Die Werke laden dazu ein, über die Grenzen zwischen natürlichen und künstlichen Systemen nachzudenken. Dabei bleibt die Galerie wegen extremer Hitzeperioden zeitweise geschlossen, doch die Ausstellung ist rund um die Uhr durch das Schaufenster einsehbar – ein ungewöhnliches, aber praktisches Angebot für Kunstinteressierte.

Neben den thematischen Schwerpunkten von Herold und Huth präsentiert das Augsburg Contemporary auch internationale Positionen wie die Gruppenausstellung „BITTER SWEET“ mit Künstler:innen wie Nanna Grønborg oder Karla Marchesi. Diese Ausstellung untersucht den menschlichen Körper als Spannungsfeld zwischen sinnlicher Erfahrung und gesellschaftlichen Deutungen – ein zentrales Thema, das die Galerie immer wieder aufgreift. Rückblickend zeigt die Ausstellung „Leere Hüllen fallen“ von Esther Zahel, wie Innenräume zu symbolträchtigen Bühnen werden können, während Mark Harrington mit „Old and new dreams“ einen Dialog zwischen Werken aus drei Jahrzehnten schuf.

Besonders beeindruckend sind auch die raumgreifenden Installationen, wie die Wachsröhren-Installation von Inge Gutbrod. Unter dem Titel „light-soaked“ verwandeln die durchgefärbten, lichtdurchfluteten Objekte den Ausstellungsraum in eine atmosphärische Lichtlandschaft. Die harmonisch aufeinander abgestimmten Farben erzeugen einen fast meditativen Farbklang, der die Besucher:innen in eine besondere Stimmung versetzt. Ergänzt werden die Ausstellungen oft durch wandmontierte Tafeln oder andere raumfüllende Elemente, die die künstlerische Aussage vertiefen.

Das Augsburg Contemporary ist damit nicht nur eine Galerie, sondern ein Ort der Reflexion und des Dialogs – zwischen Kunst, Natur und menschlicher Wahrnehmung. Wer sich für zeitgenössische Positionen interessiert, die über klassische Ausstellungsformate hinausgehen, findet hier inspirierende Impulse und ungewöhnliche Perspektiven. Die Galerie verbindet damit Augsburger Kunstszene mit internationalen Strömungen und bleibt ein wichtiger Knotenpunkt für Kulturbegeisterte in Göggingen und Umgebung.

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