Denkmal/Gedenkstätte

Göhrdeschlacht-Denkmal

29473 Göhrde Nadlitz

Highlights

  • Das Göhrdeschlacht-Denkmal erinnert an das Gefecht vom 16. September 1813.
  • Es besteht aus einem Granit-Obelisken, errichtet 1839 aus einem riesigen Findling.
  • Ursprünglich vom Teufel getragen, wurde der Stein zum Bau des Denkmals genutzt.

Tipps

  • Das Denkmal ist etwa 300 Meter von der Straße Lüneburg-Dannenberg entfernt und leicht zu Fuß erreichbar.
  • Eine Holzsitzbank direkt am Denkmal bietet Platz für eine kurze Rast oder Besinnung.
  • Interessierte können sich vor Ort über die historischen Hintergründe der Schlacht vom 16. September 1813 informieren.

Eigenschaften

Parkplatz vorhanden Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Göhrdeschlacht-Denkmal

Das Göhrdeschlacht-Denkmal erinnert an das am 16. September 1813 stattgefundene Gefecht an der Göhrde, eines der bedeutenden Episoden des Befreiungskrieges gegen Napoleon. Es steht auf der Steinker Höhe nahe Göhrde Nadlitz im Landkreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. An dieser Stelle befand sich einst die Hauptmacht der französischen Truppen, die im Verlauf der Schlacht geschlagen wurden. Das Denkmal ist vor allem durch seinen markanten Granit-Obelisken gekennzeichnet, der weithin sichtbar auf drei Lagen aus behauenen Findlingsblöcken ruht.

Der verwendete Stein stammt aus einem außergewöhnlich großen Findling, der in der Region zwischen Römstedt und Secklendorf lag und im Volksmund als „Teufelsstein“ bekannt war. Aufwendige Bauarbeiten und der Transport des schweren Materials nach Göhrde erfolgten 1839 unter großer Anstrengung. Maurermeister Griepe aus Bevensen übernahm die Bearbeitung des Steins, der aufgrund seiner hohen Härte schwer zu spalten war. Ein Teil des Materials wurde vor Ort verarbeitet, um den Obelisken zu formen, während kleinere Stücke für Fundamente verwendet wurden. Der Transport des Denkmalssteins wurde mit zwölf Zugochsen bewältigt, und die Spuren dieses Unterfangens blieben noch lange sichtbar.

Die Idee zur Errichtung eines Denkmals entstand bereits 1820 durch Georg Spiel, Herausgeber des Vaterländischen Archivs des Königreichs Hannover. Sein ursprünglicher Vorschlag sah einen schlichten Granitwürfel mit einer kurzen Inschrift vor. Im Jahr 1839 erfolgte schließlich die feierliche Einweihung des Obelisken. Später, im Jahr 1904, übernahm der Preußische Landeskriegerverband den Schutz des Denkmals und sorgte für eine würdige Umrahmung mit Bäumen, Zäunen und Kanonenrohren, die als symbolische Waffen aufgestellt wurden. Eine Gedenktafel erinnert seitdem an das siegreiche Gefecht.

Das Denkmal wird bis heute als geschichtsträchtiger Ort wahrgenommen, der Besucher aus nah und fern anzieht. Veranstaltungen wie historische Vorführungen mit Reenactments unterstreichen die lebendige Erinnerung an die Schlacht. Auch spontane Besuche sind möglich, da das Denkmal gut sichtbar inmitten der Landschaft liegt und durch eine nahegelegene Holzsitzbank zum Verweilen einlädt. Die ruhige Umgebung und die klare Inschrift mit dem Datum der Schlacht laden dazu ein, innezuhalten und die historische Bedeutung des Ortes zu würdigen.

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