Uhl'sches Haus
Highlights
- Das Uhl’sche Haus in Göllheim beherbergt seit 1979 ein Heimatmuseum mit Funden aus der Meereslagune des Tertiärs und der Schlacht am Hasenbühl (1298).
- Das barrierefreie Museum zeigt auf 300 m² Ausstellungsfläche regionale Geschichte, Geologie und Sonderausstellungen – seit 2015 nach Sanierung.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang im Erdgeschoss ermöglicht einen ungehinderten Besuch für alle Gäste, insbesondere durch rollstuhlgerechte Wege und Türen.
- Die Ausstellung zur Schlacht am Hasenbühl von 1298 bietet detaillierte Einblicke in ein prägendes mittelalterliches Ereignis mit regionaler Bedeutung und historischen Dokumenten.
- Die Sammlung von Puppen und Puppenstuben aus dem 19. bis 20. Jahrhundert zeigt Entwicklungen in Spielzeugdesign und Alltagskultur der Gründerzeit bis in die 1980er Jahre.
Eigenschaften
Kultur & Museum im Uhl’schen Haus Göllheim
Das Uhl’sche Haus in Göllheim ist ein faszinierendes Museum, das die reiche Geschichte der Region und die Lebenswelten vergangener Zeiten lebendig werden lässt. Das prächtige Wohnhaus wurde im späten 19. Jahrhundert vom Ehepaar Wilhelm und Babette Uhl errichtet und spiegelt den Wohlstand und Einfluss der Familie wider. Wilhelm Uhl, der 16 Jahre lang Bürgermeister von Göllheim war, hatte zudem enge Verbindungen zu Verwandten in den USA, was die wirtschaftliche Bedeutung der Familie unterstreicht.
Ein zentraler Schwerpunkt des Museums ist die Schlacht am Hasenbühl von 1298, ein prägendes Ereignis der regionalen Geschichte. In dieser entscheidenden Ritterschlacht besiegte der österreichische Herzog Albrecht von Habsburg den nassauischen König Adolf und sicherte sich damit die Königskrone des Heiligen Römischen Reiches. Diese historische Auseinandersetzung wird in zwei speziellen Ausstellungsräumen eindrucksvoll dokumentiert und gibt Einblicke in die politischen und militärischen Verhältnisse des Mittelalters.
Neben der mittelalterlichen Geschichte bietet das Museum auch spannende Einblicke in die vor- und frühgeschichtliche Vergangenheit Göllheims. Besonders beeindruckend sind die Funde aus dem Tertiär, einer Zeit, in der die Region einst eine Meereslagune war. Geologische Exponate und Fossilien belegen diese faszinierende Epoche und zeigen, wie sich die Landschaft über Millionen von Jahren entwickelte. Im speziellen Geologie-Raum können Besucher diese „vergessene Welt“ durch anschauliche Präsentationen und multimediale Elemente erleben.
Im oberen Musiksaal und im kleinen Puppenzimmer werden die Herstellungstechniken der Porzellanpuppen sowie die Entwicklung der beliebtesten Modelle der jeweiligen Epochen gezeigt. Diese Sammlung macht das Museum zu einem besonderen Ziel für Familien und Puppenliebhaber.
Das nach einer umfassenden Sanierung 2015 wiedereröffnete Museum besticht durch seine barrierefreien Zugänge im Erdgeschoss und eine Gesamtausstellungsfläche von rund 300 Quadratmetern auf zwei Stockwerken. Neben den Dauerausstellungen finden regelmäßig Sonderpräsentationen statt, die aktuelle Themen aufgreifen. Zudem wurde ein Teil der Ausstattung mit Unterstützung des LEADER-Programms gefördert, was die Bedeutung des Museums für die regionale Identität und Kulturarbeit unterstreicht. Seit 2016 dient zudem der historische Empfangssaal der Familie Uhl als romantisches Trauzimmer, das die Verbindung von Geschichte und Gegenwart lebendig hält.