Parks & Gärten

Obstsortengarten der Oberlausitz

Querweg, 02899 Ostritz

Highlights

  • Der Garten in Ostritz bewahrt historische sächsische Obstsorten.
  • Die Sammlung umfasst insgesamt 701 Sorten, darunter Äpfel, Birnen und Kirschen.
  • Über 500 hochstämmige Bäume und Sträucher erhalten über 600 historische Sorten.

Tipps

  • Das Angebot umfasst eine Sammlung von über 600 historischen Obstsorten wie Äpfel, Birnen und Kirschen.
  • Der Schwerpunkt des Gartens liegt auf dem Erhalt von Obstsorten, die früher in Sachsen weit verbreitet waren.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Naturpark Obstsortengarten der Oberlausitz in Ostritz

Der Obstsortengarten der Oberlausitz in Ostritz ist ein besonderer Ort der Natur und Kultur, der sich dem Erhalt und der Pflege historischer Obstsorten widmet. Als Garten dient er primär dem Schutz sächsischer Sorten, die früher in der Region weit verbreitet waren, aber im Laufe der Zeit an Bedeutung verloren haben. Die Anlage ist Teil eines umfassenden Bestrebens, die biologische Vielfalt alter Kultursorten für zukünftige Generationen zu bewahren.

Die beeindruckende Sammlung zeichnet sich durch eine kontinuierliche Erweiterung aus. Insgesamt umfasst der Garten eine enorme Vielfalt von 701 Sorten. Das Sortiment ist breit gefächert und beinhaltet unter anderem 305 Apfel-, 147 Birnen-, 87 Haselnuss-, 70 Kirsch-, 70 Pflaumen- sowie 6 Quittensorten und 16 weitere Obstsorten. Auf den Flächen sind zudem 500 hochstämmige Obstbäume und Haselnuss-Sträucher zu finden, die mehr als 600 verschiedene historische Sorten repräsentieren, darunter auch Walnüsse.

Über den Standort in Ostritz hinaus engagiert sich die Oberlausitz-Stiftung in der gesamten Region. So wurden auf Streuobstwiesen der Stiftung sowie in Zlotorya in Polen insgesamt 100 Obstbäume mit historischen Sorten gepflanzt. Weitere Anpflanzungen von hochstämmigen Bäumen erfolgten in Kunnerwitz im Rahmen einer Obstbaumhalballee sowie auf einer Streuobstwiese in Klein Neundorf.

Neben der praktischen Gartenarbeit liegt ein starker Fokus auf der Dokumentation und Wissensvermittlung. Dies zeigt sich in der Herausgabe von Fachpublikationen wie „Sachsens historische Apfelsorten“ und „Sachsens historische Obstsorten“. Die Tradition der pomologischen Gärten in der Region reicht weit zurück, wobei bereits im 19. Jahrhundert in Görlitz ein solcher Garten errichtet wurde. Ziel ist es, das fachkundige Wissen über den Obstbau, den Baumschnitt und die Ausbildung von Baumwärtern zu erhalten, damit es dauerhaft an jungen, gepfropften Bäumen nicht fehlt.

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