Denkmal/Gedenkstätte

Gainfurter Markung-Gambach-Karlstadt

97780 Gössenheim

Highlights

  • Karlstadt liegt im mainfränkischen Weinbaugebiet, etwa 25 Kilometer nördlich von Würzburg.
  • Die Stadt entstand um 1202 durch Bischof Konrad von Querfurt neben der Karlburg.
  • 1971 wurde Gambach eingemeindet, 1978 folgte Stetten.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Historische Kapelle mit Panoramablick in Gössenheim-Gambach

Der historische Ortsteil Gainfurter Markung-Gambach-Karlstadt liegt im Gemeindegebiet von Gössenheim im Landkreis Main-Spessart in Bayern. Er ist ein bedeutender Zeuge der regionalen Geschichte und trägt maßgeblich zur kulturellen Vielfalt der Gegend bei. Der Name „Karlstadt“ geht auf die Gründung der Siedlung durch Bischof Konrad von Querfurt um das Jahr 1202 zurück. Ursprünglich entwickelte sich die Siedlung unmittelbar neben der älteren Ansiedlung Karlburg, deren erste urkundliche Erwähnung auf das Jahr 742 zurückgeht. Der Namensbestandteil „Karl“ verweist auf die karolingische Zeit und die nahe gelegene Karlburg, während „stat“ auf mittelhochdeutsch „Stadt“ hinweist. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte dieser Ortsteil verschiedene politische und gesellschaftliche Veränderungen. Nach der Säkularisation im Jahr 1803 infolge des Reichsdeputationshauptschlusses wurde das Oberamt Karlstadt zunächst Bayern zugeschlagen, bevor es zeitweise an das Großherzogtum Würzburg fiel und schließlich 1814 endgültig Teil Bayerns wurde. Auch die jüdische Geschichte prägte das Ortsbild: Im Jahr 1933 lebten hier 48 Jüdinnen und Juden, darunter Familien aus Unterleinach, die lokale Geschäfte betrieben. Während der Novemberpogrome 1938 wurden jüdische Einrichtungen zerstört und Männer inhaftiert. Viele jüdische Einwohner flohen daraufhin nach Würzburg, von wo aus sie später deportiert wurden. Im Zuge der bayerischen Gebietsreform wurden 1971 Gambach und später weitere Gemeindeteile wie Stetten, Karlburg, Laudenbach und weitere in die heutige Gemeinde Gössenheim eingegliedert. Diese Reform führte zur Auflösung des ehemaligen Landkreises Karlstadt, der bis dahin eine eigenständige Verwaltungseinheit darstellte. Die Gemeindegliederung von Gössenheim spiegelt heute noch die historischen Strukturen der ehemaligen Gemeinden wider, wobei Gainfurter Markung-Gambach-Karlstadt als Teil der Gemarkung Gössenheim weiterhin eng mit der Region verbunden bleibt. Die Region rund um Gainfurter Markung-Gambach-Karlstadt ist geprägt von landschaftlicher Vielfalt und kulturellem Erbe. Im mainfränkischen Dialekt wird Karlstadt als „Karscht am Mee“ bezeichnet, die Bewohner scherzhaft als „Karschter Flaak“. Diese regionale Identität prägt das Selbstverständnis der Einwohner und zeigt sich auch in lokalen Traditionen und Bräuchen. Die Kombination aus historischem Ortsbild, landschaftlich reizvollen Gemarkungen und kultureller Tiefe macht diesen Ort zu einem lohnenswerten Ziel für Interessierte der regionalen Geschichte.

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Häufige Fragen zu Gainfurter Markung-Gambach-Karlstadt

Wo liegt Karlstadt?
Karlstadt liegt im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart, rund 25 Kilometer nördlich von Würzburg. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Was bedeutet der Name Karlstadt?
Der Name Karlstadt setzt sich aus 'Karl' für karolingische Herkunft und 'stat' (Stadt) zusammen. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wie viele Gemeindeteile hat Karlstadt?
Karlstadt gliedert sich in 12 Gemeindeteile auf 11 Gemarkungen. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia