Kleine Teufelshöhle
Highlights
- Die Teufelshöhle ist die größte Tropfsteinhöhle der Fränkischen Schweiz und gilt als eine der schönsten Schauhöhlen Deutschlands.
- Sie wurde 1922 durch Hans Brand erschlossen und ist seit 1931 öffentlich zugänglich.
- Mit über 140.000 Besuchern jährlich zählt sie zu den meistbesuchten Höhlen Europas.
Tipps
- Die Kleine Teufelshöhle liegt oberhalb der Hauptöhle und ist über den Weg durch das Restaurant Richtung Toiletten zugänglich.
- Nur der Vorraum ist frei betretbar, der Hauptteil bleibt durch eine Tür verschlossen.
- Die Höhle befindet sich im Tal des Weihersbachs, etwa zwei Kilometer südlich von Pottenstein.
Eigenschaften
Über Kleine Teufelshöhle
Die Kleine Teufelshöhle befindet sich im oberfränkischen Pottenstein im Landkreis Bayreuth in Bayern. Sie liegt oberhalb der bekannten Teufelshöhle, einer der größten Schauhöhlen der Fränkischen Schweiz. Über einen Weg, der vom Restaurant in Richtung Toiletten bergauf führt, ist der Zugang zur Kleinen Teufelshöhle frei erreichbar. Allerdings erschließt sich meist nur der Vorraum des Höhlensystems, da der weitere Bereich durch eine Tür versperrt ist. Hinter dieser Tür befinden sich seit Jahrzehnten Meßgeräte, die das Geschehen in der Höhle dokumentieren.
Die übergeordnete Teufelshöhle ist eine natürliche Karsthöhle, die bereits seit langem bekannt ist und sich auf etwa 400 Meter über Normalnull in einem engen Tal des Weihersbachs am westlichen Steilhang befindet. Das markante Höhlenportal, das als „Tor zur Unterwelt“ bezeichnet wird, ist eines der größten in Deutschland und war ursprünglich nur begrenzt begehbar. Durch geologische Erschließung im frühen 20. Jahrhundert wurden weitere Räume zugänglich gemacht, sodass heute ein Schauhöhlensystem von etwa 1700 Metern Länge entstand, von dem rund 800 Meter für Besucherfahrten erschlossen sind.
Die Kleine Teufelshöhle selbst ist nicht Teil der regulären Führungen und gehört nicht zu den öffentlich zugänglichen Bereichen der großen Teufelshöhle. Dennoch bietet sie aufgrund ihrer Lage einen interessanten Einblick in das Höhlensystem und die geologischen Gegebenheiten der Region. Sie liegt im gleichen geologischen Formationen wie die Hauptöhle – im Frankendolomit, einem Kalkgestein des Jura-Malms, das durch kohlensäurehaltiges Wasser im Laufe der Zeit ausgehöhlt wurde. Diese Prozesse fanden über Millionen von Jahren statt und prägten das heutige Bild der Höhlenlandschaft.
Das Gelände rund um die Teufelshöhle wird auch für verschiedene besondere Nutzungen genutzt: In einem Seitengang beherbergt ein Therapiezentrum, das Speläotherapie anbietet, und in einem anderen Teil wird ein Höhlenlabor betrieben – das einzige seiner Art in Deutschland. Diese Einrichtungen befinden sich jedoch nicht im Bereich der Kleinen Teufelshöhle, sondern im weiterführenden Höhlensystem. Die Kleine Teufelshöhle selbst bleibt ein kleiner, zurückgezogener Teil des komplexen Höhlengefüges und zieht gelegentlich Besucher an, die sich für die Geologie oder den naturräumlichen Kontext interessieren.