Denkmal/Gedenkstätte

Ottilienloch

Pfaffentalweg, 72531 Gomadingen

Highlights

  • Ottilienloch liegt 1,5 km westlich von Wasserstetten im Pfaffental.
  • Die Höhle ist etwa 25 Meter lang, 2-3 Meter breit und hoch.
  • Einst als Versteck vor Nachstellungen und in unruhigen Zeiten genutzt.

Tipps

  • Das Ottilienloch ist 1,5 km westlich von Wasserstetten im Pfaffental zu finden, vom Wanderparkplatz unterhalb der Burgruine Baldenau sind es etwa 750 m.
  • Der Weg zur Höhle ist zunächst geteert, führt dann weglos nach oben, am oberen Felsenkranz, 15 m über der Straße, versteckt von Bäumen.
  • In der Höhlenmitte zweigt ein niedriger Gang ab, der etwa 8 m weit zu einem kleinen Ausgang führt.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Ottilienloch

Das Ottilienloch befindet sich im baden-württembergischen Gomadingen und zählt zu den weniger bekannten, denkmalgeschützten Kultur- und Natursehenswürdigkeiten der Region. Die Höhle liegt etwa 1,5 Kilometer westlich von Wasserstetten im Pfaffental und ist über einen Wanderparkplatz unterhalb der Burgruine Baldenau zu erreichen. Von dort aus führt ein Weg zunächst auf geteerten Pfaden, später weglos und leicht ansteigend zum Felsenkranz oberhalb der Straße, wo die Höhle verborgen zwischen Bäumen liegt, etwa 15 Meter über der Talsohle.

Die Bezeichnung „Ottilienloch“ geht auf eine Frau namens Ottilie zurück, die sich angeblich in der Höhle vor Verfolgung oder Gefahren versteckt halten soll. Andere Quellen sprechen auch von einem Kräutersammler namens Konstantin, der hier gelebt haben soll, weshalb die Höhle auch als „Konstelesloch“ bekannt war. Die Nutzung der Höhle als Versteck in unsicheren Zeiten wird als wahrscheinlich angesehen. Die letzte bekannte Bewohnerin soll eine Einzelschicksalsdame gewesen sein, deren Lebensumstände jedoch weitgehend im Ungewissen liegen.

Das Ottilienloch ist etwa 25 Meter lang, 2 bis 3 Meter breit und hoch, wobei der Eingang eine Höhe von 2 Metern und eine Breite zwischen 1,20 und 1,80 Metern aufweist. In der Mitte der Höhle zweigt ein niedriger Gang ab, der etwa 8 Meter weit führt und zu einem kleinen Ausgang mit etwa einem Meter Seitenlänge mündet. Aufgrund ihrer abgelegenen Lage und des teilweise schwierigen Zugangs galt die Höhle früher als ideale Zuflucht. Heute ist sie ein stiller Ort, der von Naturliebhabern und an Geschichte Interessierten aufgesucht wird.

In unmittelbarer Nähe, etwa 600 Meter entfernt, befindet sich die Baldenlauhöhle, ein weiteres geologisches und kulturhistorisches Objekt der Region. Die Umgebung des Ottilienlochs ist landschaftlich reizvoll und lädt zu Wanderungen im Pfaffental ein. Der nahegelegene Ort Wasserstetten sowie die Burgruine Baldenau ergänzen das kulturelle Angebot der Gegend. Die Höhle selbst ist nicht offiziell touristisch erschlossen, sondern bleibt ein stilles, fast geheimes Naturdenkmal, das den Besucher durch seinen abgelegenen Charakter besonders anspricht.

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