Museum

Höhbeck Museum

Hauptstraße 1, 29478 Höhbeck-Vietze

Highlights

  • Das Höhbeck-Museum zeigt die Kultur- und Naturgeschichte der Region von der Eiszeit bis heute.
  • Ausstellungen umfassen archäologische Funde, Alltagskultur und eine umfangreiche Insektensammlung.
  • Ein junger Biber aus dem Gartower See ist neuestes Exponat in der Naturgeschichte-Abteilung.

Tipps

  • Das Museum ist kostenfrei zugänglich, Spenden für den Erhalt werden jedoch gerne angenommen.
  • Interessierte sollten die umfangreiche Schmetterlings- und Insektensammlung mit historischen und aktuellen Bestandsdaten beachten.
  • Besucher profitieren von ehrenamtlich geführten Sonderführungen bei Gruppenanmeldungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Höhbeck Museum

Das Höhbeck Museum in Höhbeck-Vietze, Niedersachsen, ist eine kultur- und naturgeschichtliche Einrichtung, die die Besucherinnen und Besucher in die faszinierende Vergangenheit der Region eintauchen lässt. Die Ausstellungen reichen von der Urgeschichte über die slawische Besiedlung bis hin zur mittelalterlichen Elbschifffahrt und zeigen dabei eindrucksvoll, wie sich das Leben vor Ort im Laufe der Jahrhunderte verändert hat. Neben archäologischen Funden aus Steinzeit und Mittelalter werden auch Alltagsgegenstände, historische Fotos sowie kunsthandwerkliche Arbeiten präsentiert, die das bäuerliche Leben und die handwerkliche Tradition des Wendlandes widerspiegeln.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Naturgeschichte des Höhbeck. Hier findet sich eine umfangreiche Sammlung heimischer Schmetterlinge und Insekten, die einst in der Region vorkamen. Einige Arten sind heute seltener oder sogar verschollen, was durch entsprechende Hinweise in der Ausstellung verdeutlicht wird. Die Schmetterlingssammlung wurde maßgeblich von Jochen Köhler zusammengetragen, der als engagierter Naturforscher über Jahrzehnte hinweg die Artenvielfalt des Wendlandes dokumentierte. Ergänzt wird die naturkundliche Abteilung durch präparierte Vögel, Säugetiere, Fische und Wirbellose, darunter auch ein junger Biber aus dem Gartower See, der nach einem Verkehrsunfall der Biosphärenreservatsverwaltung zur Verfügung gestellt wurde.

Weitere naturkundliche Highlights sind die Arbeiten des örtlichen Forschers Peter Gäth, der über Jahrzehnte hinweg Vögel und Amphibien im Wendland erforschte. Besonders hervorgehoben wird seine intensive Beschäftigung mit dem Ziegenmelker, einem nachtaktiven Vogel, über den er umfangreiche Aufnahmen und Erkenntnisse sammelte. Interessierte können auf Wunsch naturgeschichtliche Schwerpunkte im Rahmen einer individuellen Führung vertiefen, die in Absprache mit dem zuständigen Biologen stattfindet.

Das Museum wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern geleitet, die sich mit großem Engagement für die Erhaltung und Vermittlung der regionalen Geschichte einsetzen. Der Eintritt ist frei, Gäste werden jedoch gebeten, Spenden für den Erhalt der Sammlungen und Räumlichkeiten zu entrichten. In einem Gästebuch können Besucherinnen und Besucher ihre Eindrücke festhalten. Die Öffnungszeiten richten sich saisonal aus, wobei an Wochenenden, Mittwochen sowie an Feier- und Veranstaltungstagen geöffnet wird.

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