Neuer Grumbacher Teich
Highlights
- Der Neue Grumbacher Teich ist eine historische Stauanlage aus dem 18. Jahrhundert und Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.
- Er liegt im Grumbachtal nordöstlich von Zellerfeld und dient heute der Trinkwassergewinnung für Hahnenklee-Bockswiese.
- Das Bauwerk verfügt über eine Rasensodendichtung in der Dammmitte und eine Holzrutsche zur Hochwasserentspannung.
Tipps
- Der Teich liegt im Wald und ist nur zu Fuß erreichbar, ideal für ruhige Naturerlebnisse.
- Auf dem Damm befindet sich eine Sitzbank, die zum Verweilen und Beobachten der Wasserfläche einlädt.
Eigenschaften
Ausflug zum Neuer Grumbacher Teich in Goslar Hahnenklee-Bockswiese
Der Neue Grumbacher Teich liegt im Goslarer Ortsteil Hahnenklee-Bockswiese und zählt zu den historischen Stauanlagen des Oberharzer Wasserregals. Diese Anlage wurde vor mehreren Jahrhunderten von Bergleuten im Zuge der Wasserwirtschaft im Oberharz errichtet und ist seit 2010 als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft“ geschützt. Der Teich dient heute hauptsächlich der Trinkwassergewinnung für die umliegenden Gebiete und ist ein markanter Bestandteil der regionalen Kulturlandschaft.
Geografisch befindet sich der Neue Grumbacher Teich im Grumbachtal, etwa einen Kilometer südöstlich von Hahnenklee und rund vier Kilometer nordöstlich des Zentrums von Zellerfeld. Er ist die zweite Stauanlage im Tal und wird von Wanderern oft auf dem sogenannten Liebesbankweg erreicht, der direkt am Teich vorbeiführt. Auf dem Damm selbst befindet sich eine typische Liebesbank, die zu einem beliebten Rastpunkt für Besucher geworden ist. Der See liegt abseits der Zivilisation mitten im Wald und ist nur zu Fuß über Forstwege und Wanderpfade erreichbar.
Der Teich ist ein Beispiel der sogenannten „Neuen Bauart“, was ihn in der Region einzigartig macht. Bei dieser Bauweise befindet sich die Rasensodendichtung in der Mitte des Damms, und ein zentrales Striegelhaus ermöglichte einst die Steuerung des Wasserablasses. Die Konstruktion des Dammes erfolgte aus örtlich gewonnenem Erd- und Felsmaterial, ohne moderne Verdichtungsverfahren. Dies erklärt, warum sich der Damm auch heute noch langsam setzt. Besonders bemerkenswert ist auch die historische Hochwasserentlastungsanlage aus Grauwacke-Bruchsteinen, die von einem Holzsteg überspannt wird, auf dem Wanderer den Teich gefahrlos überqueren können.
Der Neue Grumbacher Teich wird auch als „Fünfter Teich“ bezeichnet, wenn man von Bockswiese aus die Teiche entlang des Tales zählt. Oberhalb des Neuen Grumbacher Teichs liegt der Auerhahnteich, während unterhalb mehrere weitere Stauanlagen folgen, darunter der Obere und Mittlere Grumbacher Teich sowie die Flößteiche. Etwa zehn Kilometer weiter flussabwärts befindet sich die Innerstetalsperre, die 1966 fertiggestellt wurde. Diese Abfolge von Wasseranlagen zeigt die Bedeutung des Tales für die historische Wasserversorgung und Energiegewinnung im Bergbau.
Die Bauhistorie des Neuen Grumbacher Teichs ist geprägt von unterschiedlichen Zeitangaben. Während die „Neue Bauart“ erst zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt wurde, deuten einige historische Quellen auf frühere Bauaktivitäten hin. Eine größere Baumaßnahme fand Mitte des 18. Jahrhunderts statt, nach der die Anlage möglicherweise in ihrer heutigen Form entstand. Heute steht der Teich nicht nur als technisches Zeugnis vergangener Bergbaukunst, sondern auch als ruhiger Ort der Natur, der Wanderer und Naturliebhaber gleichermaßen anzieht.
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Häufige Fragen zu Neuer Grumbacher Teich
Wo befindet sich der Neue Grumbacher Teich?
Quelle: wikipedia
Was ist die Funktion des Neuen Grumbacher Teichs heute?
Quelle: wikipedia
Warum ist der Teich Teil des UNESCO-Weltkulturerbes?
Quelle: wikipedia
Wie kann man den Neuen Grumbacher Teich erreichen?
Quelle: wikipedia
Warum wird der Teich auch „Fünfter Teich“ genannt?
Quelle: wikipedia