Blockschutthalden am Rammelsberg
Highlights
- Die Blockschutthalden am Rammelsberg sind ein 18,5 Hektar großes Naturschutzgebiet südlich von Goslar im Naturpark Harz.
- Das Gebiet schützt die Blockschutthalde des ehemaligen Erzbergwerks und angrenzende Waldflächen seit 1983.
- Eine Besonderheit ist die hier erstmals gefundene Flechte Lecidea ullrichii, die nur an diesem Standort vorkommt.
Tipps
- Auf steilen Pfaden kann es im Winter rutschig werden – feste Schuhe werden empfohlen.
- Vom Maltermeisterturm, ehemaligem Steinbruch und Ramseck bieten sich gute Ausblicke.
- Das Gelände ist historisch geprägt und beherbergt seltene Flechtenarten wie Lecidea ullrichii.
Eigenschaften
Über Blockschutthalden am Rammelsberg
Die Blockschutthalden am Rammelsberg in Goslar zählen zu den besonderen Naturerlebnisorten im südlichen Teil der Stadt. Gelegen im Naturpark Harz, erstreckt sich das rund 18,5 Hektar große Naturschutzgebiet direkt südlich des historischen Rammelsbergs. Das Gelände entstand als Blockschutthalde des ehemaligen Erzbergwerks und wurde aufgrund seiner seltenen ökologischen Besonderheiten unter Naturschutz gestellt. Es beherbergt eine Vielzahl seltener Flechtenarten, darunter eine vom Goslarer Forscher entdeckte und nach ihm benannte Endemitenart, die hier ihren einzigen Fundort hat.
Das Gelände ist durch ein vielfältiges Wegenetz erschlossen, das Besucher auf unterschiedlichen Routen durch das ehemalige Bergbaugebiet führt. Teilweise sind die Wege steil und erfordern Trittsicherheit, besonders in den Wintermonaten. Wanderer gelangen über verschiedene Pfade zu markanten Aussichtspunkten, darunter der ehemalige Steinbruch sowie der Ramseck, von dem aus sich ein weiter Blick über Goslar und das Umland öffnet. Eine weitere Höhepunkt ist der Maltermeisterturm, der nicht nur eine Gaststätte beherbergt, sondern auch eine Aussichtsplattform mit Panoramablick bietet.
Die Vegetation auf der Halde ist geprägt von extremen Standortbedingungen, was das Vorkommen seltener Pflanzen- und Flechtengemeinschaften begünstigt. Um den fortschreitenden Verbuschung entgegenzuwirken und den seltenen Arten langfristig Lebensraum zu sichern, erfolgte in der Vergangenheit eine gezielte Entkieselung des Geländes. Diese Maßnahme unterstreicht die Bedeutung des Gebiets für den Naturschutz im Harzvorland.
Das Naturschutzgebiet Blockschutthalden am Rammelsberg ist ein lohnendes Ausflugsziel für Naturliebhaber, Wanderer und alle, die einen besonderen Blick auf Goslar und seine Bergbauhistorie suchen. Die Kombination aus kargem Bergbau-Erbe, seltener Flora und beeindruckenden Aussichten macht den Ort zu einem sehenswerten Zwischenstopp im Goslarer Stadtgebiet. Mit über 260 Bewertungen liegt das Gästestimmungsbild bei durchweg positiven Rückmeldungen, insbesondere zur landschaftlichen Vielfalt und den abwechslungsreichen Wegen.