Baustelle Geschichte auf Schloss Friedenstein Gotha
Highlights
- Seit 2018 entsteht im Westflügel von Schloss Friedenstein eine neue Ausstellung für das Historische Museum Gotha im Rahmen der Neukonzeption ‚Barockes Universum Gotha‘.
- Schloss Friedenstein (1643–1654) beherbergt seit 1895 das Gothaer Museum mit Kunstkammer, Tierbeständen und historischen Sammlungen – einzigartig in Deutschland.
- Rollstuhlgerechter Zugang, Parkplätze und WC ermöglichen barrierefreien Besuch der frühbarocken Schlossanlage und ihrer Ausstellungen.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang zum Schloss ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität eine ungehinderte Erkundung der historischen Räumlichkeiten.
- Die Kombination aus herzoglicher Kunstkammer, historischer Schlosskirche und barockem Ekhof-Theater bietet ein einzigartiges Ensemble zur Erforschung gothaischer Wissenskulturen.
- Themenführungen wie ‚Tiere im Turm‘ vertiefen naturkundliche Sammlungen und zeigen die Evolutionstheorie anhand originaler Exponate aus dem 17. Jahrhundert.
Eigenschaften
Baustelle Geschichte Schloss Friedenstein Gotha
Auf Schloss Friedenstein in Gotha entsteht seit Jahren ein einzigartiges kulturelles Erlebnis: die „Baustelle Geschichte“ als Teil der Neukonzeption des Museumsensembles „Barockes Universum Gotha“. Im ersten Obergeschoss des Westflügels wird derzeit eine moderne Ausstellungsfläche für das Historische Museum Gotha geschaffen. Seit 2018 präsentiert das Schloss bereits eine Interimsausstellung im Nordflügel, die Besucher*innen in die faszinierende Welt der herzoglichen Sammlungen eintauchen lässt. Das Ensemble vereint seit Jahrhunderten herausragende Sammlungen wie die herzogliche Kunst- und Wunderkammer, das Ekhof-Theater oder die historische Kunstkammer – allesamt Zeugnisse barocker Wissenskulturen.
Schloss Friedenstein, zwischen 1643 und 1654 als prächtiger Herzogssitz errichtet, gilt als eine der größten frühbarocken Schlossanlagen Deutschlands. Sein Kern war die herzogliche Kunst- und Wunderkammer, in der nach barocker Auffassung alles gesammelt wurde, was das Wissen über die Welt bereicherte. Heute bietet das Schloss ein einzigartiges Potenzial für die Erforschung von Wissenskulturen – von der Reformation bis in die Gegenwart. Dazu gehören unter anderem das Herzogliche Museum mit der herzoglichen Sammlung, die Schlosskirche, das Ekhof-Theater oder die naturwissenschaftliche Sammlung „Tiere im Turm“. Selbst der historische Bromacker lab und die herzogliche Bibliothek sind Teil dieses kulturellen Schatzes.
Besucher*innen erwartet ein barockes Universum, das durch gezielte Führungen noch lebendiger wird. Das Ekhof-Theater, eines der ältesten barocken Theater der Welt mit original erhaltener Bühnenmaschinerie, lädt zu besonderen Führungen ein. Auch die naturkundlichen Sammlungen im „Turm“ oder die Geschichte des „Wunders von Gotha“ – der Rückkehr der Gemälde aus dem größten Kunstraub der DDR – werden in thematischen Führungen lebendig. Die Sanierung des Schlosses wird seit 2018 durch Bund, Land und EU gefördert, um den Standort auf internationalen Museumsstandard zu heben. Barrierefreiheit ist dabei gewährleistet: Der Zugang, Parkplatz und WC sind rollstuhlgerecht gestaltet.
Die „Baustelle Geschichte“ auf Schloss Friedenstein ist damit mehr als eine Ausstellung – sie ist ein lebendiges Museumserlebnis, das die Vielfalt barocker Wissenskulturen und die einzigartige Kontinuität der Sammlungen seit Jahrhunderten zeigt. Ob durch die historischen Räume, die naturkundlichen Schätze oder die spannenden Führungen: Hier wird Geschichte greifbar und faszinierend erlebbar. Das Schloss verbindet damit nicht nur Kunst und Wissenschaft, sondern auch die bewegte Geschichte Gothas und Thüringens – ein Muss für Kulturinteressierte und Geschichtsbegeisterte.