Denkmal/Gedenkstätte

Henriette Gutmann

Hauptmarkt 40, 99867 Gotha

Highlights

  • Henriette Gutmann war mit dem Rechtsanwalt Leo Gutmann verheiratet, der in Gotha eine Kanzlei führte.
  • Das Ehepaar hatte zwei Söhne, die später in die USA flohen und ihren Namen in Gutman änderten.
  • Henriette und ihre Familie wurden 2022 mit Stolpersteinen vor dem Gothaer Friedrichstraße 9 gedacht.

Tipps

  • Am Marstall gibt es drei kostenlose Wohnmobilstellplätze mit ruhiger Lage und guter Fußwegverbindung zur Altstadt.
  • Führungen mit Herrn Zwetz gelten als besonders informativ und anschaulich, insbesondere die Kassemattenführung sowie die Tour „Hinter den Fassaden – dicke Mauern, tiefe Keller“.
  • Die Stadt Gotha bietet eine Vielzahl kultureller Veranstaltungen und Stadtführungen, die tiefere Einblicke in die Geschichte der Residenzstadt ermöglichen.

Eigenschaften

Parkplatz vorhanden Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Henriette Gutmann

Die Henriette Gutmann erinnert in Gotha an eine bedeutende Persönlichkeit jüdischer Herkunft, die eng mit der Stadtgeschichte und der Juristenfamilie Gutmann verbunden ist. Henriette Cosmann heiratete den in Gotha tätigen Rechtsanwalt Leo Gutmann, der in der Stadt eine renommierte Kanzlei führte und sich politisch in der Deutschen Demokratischen Partei engagierte. Das Ehepaar hatte zwei Söhne, die später gemeinsam mit ihren Eltern vor der nationalsozialistischen Verfolgung in die USA fliehen konnten. Henriette und ihre Familie standen somit exemplarisch für die jüdische Bürgerlichkeit in Gotha, die nach 1933 zunehmend unter Druck geriet und viele ihrer Angehörigen zur Flucht zwang.

Heute wird Henriette Gutmann durch Stolpersteine geehrt, die vor dem ehemaligen Familienwohnsitz in der Friedrichstraße verlegt wurden. Diese Gedenksteine erinnern eindrucksvoll an das Schicksal der Familie und ihre Wurzeln in Gotha. Die Stadt würdigt damit nicht nur die persönliche Geschichte von Henriette, sondern auch den kulturellen und gesellschaftlichen Beitrag der jüdischen Gemeinschaft für die Entwicklung Gothas im frühen 20. Jahrhundert. Die Verlegung der Stolpersteine im Jahr 2022 unterstreicht das anhaltende Interesse der Stadt, ihre vielschichtige Vergangenheit sichtbar zu machen und für nachfolgende Generationen erfahrbar zu halten.

Als kultureller Ausflugsort bietet Gotha zahlreiche Möglichkeiten, sich mit seiner Stadtgeschichte auseinanderzusetzen – etwa durch geführte Touren, die auch die Spuren jüdischer Bürger wie der Familie Gutmann aufgreifen. Die Touristeninformation am Hauptmarkt dient als zentraler Anlaufpunkt für Besucher, die sich über die kulturellen und historischen Angebote der Residenzstadt informieren möchten. Neben Führungen und Veranstaltungen vermittelt sie auch Einblicke in die regionalen Besonderheiten und unterstützt mit Dienstleistungen wie Fahrradverleih oder Zimmervermittlung einen individuellen Aufenthalt in Gotha. Die Verbindung von Geschichte, Kultur und Gegenwart macht die Stadt zu einem lohnenswerten Ziel für alle, die sich für die facettenreiche Vergangenheit Thüringens interessieren.

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